Interview mit Stephan Rammler, Mobilitäts- und Zukunftsforscher auf ARD-alpha

Stephan Rammler ist Professor für Transportation Design & Social Sciences an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. In seinem Buch "Volk ohne Wagen" (2017) plädiert er für eine andere, bessere Mobilität....

Öffnet externen Link in neuem FensterSehen Sie hier das gesamte Interview auf Youtube (Dauer ca. 44 Minuten)

Quelle: youtube.de
erstellt: Webmaster, 01.12.2017

Pressemitteilung des ADFC-Bundesverbandes

Fahrrad-Pendeln im Winter? Cool!

Studie: Ganzjahresradler sind gesünder und fitter

Berlin, 29. November 2017

Das Radfahren gesund und belebend ist, weiß fast jeder. Weniger bekannt ist, dass der Gesundheitseffekt erst bei regelmäßigem und ganzjährigem Radfahren eintritt. Der ADFC wirbt daher auch für das Radfahren im Winterhalbjahr.     

Ganzjahresradler: seltener krank und besser drauf

Arbeitnehmer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sind durchschnittlich zwei Tage pro Jahr weniger krank, als Auto- und ÖPNV-Nutzer. Das hat die Studie „Mobilität und Gesundheit“ von EcoLibro und der AG Mobilitätsforschung der Universität Frankfurt ergeben. Dabei ist es für die Gesundheit besonders günstig, wenn man sich ganzjährig für das Fahrrad entscheidet. Reine „Sommerradler“ sind genauso häufig krank, wie Autofahrer und ÖPNV-Nutzer, nämlich etwas mehr als 5 Tage im Jahr. Auch auf den Body-Mass-Index (BMI) wirkt sich der aktive Arbeitsweg positiv aus: Ganzjahres-Radler haben einen durchschnittlichen BMI von 24, Autofahrer dagegen liegen bei 26. Forscher haben außerdem nachgewiesen, dass bei Ganzjahresradlern das Wohlbefinden am höchsten ist – sie haben einen „Well-Being-Score“ von 61 im Vergleich zu 55 bei den Autofahrern und 52 bei den ÖPNV-Nutzern.

ADFC-Tipps für clevere Rad-Bahn-Kombinierer

Laut Studien des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ist der durchschnittliche Pendler-Weg knapp 17 Kilometer lang. Bei solchen oder längeren Distanzen empfiehlt der ADFC im Winter für die Hauptstrecke die Nutzung von Bus oder Bahn. Das Fahrrad ist dann die perfekte Ergänzung für die erste und die letzte Meile. Viele Fahrradpendler nutzen für dieses Modell zwei Räder: Eins am Heimatort und das zweite am Arbeitsort. Wettergeschützte Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen und beim Arbeitgeber sind essenziell, damit diese sogenannte „multimodale Mobilitätskette“ funktioniert. Denn nasse Sättel sind unangenehm, tiefgekühlte Schlösser funktionieren nicht und eingefrorene Bremsen sind gefährlich. Einen Selbst-Check für Arbeitgeber, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Radpendeln motivieren wollen, gibt es auf www.fahrradfreundlicher-<wbr>arbeitgeber.de. Eine Alternative zum Zweitrad ist die Nutzung von Leihrädern, die es mittlerweile in vielen Städten gibt, etwa von Nextbike oder Call-a-bike.

Erstrad, Zweitrad, Faltrad, Leihrad, Pedelec

Die Fahrradmitnahme im ÖPNV ist in Deutschland leider oft nur begrenzt möglich und mit Unannehmlichkeiten verbunden. Der ADFC empfiehlt Radpendlern daher, diese Möglichkeit eher als Ausnahme zu nutzen, beispielsweise bei unerwarteten Niederschlägen oder Pannen. Eine gute Alternative ist ein Faltrad, das in der Bahn auf Koffergröße zusammengeklappt werden kann und nicht auf einen freien Platz im Fahrradabteil angewiesen ist. Arbeitswege bis etwa fünf Kilometer sind auch für weniger gut Trainierte meist unproblematisch auf dem Rad zurückzulegen. Bei Wegelängen zwischen fünf und 15 Kilometern kann man über E-Motor-Unterstützung vom Pedelec nachdenken. Weil in den Stoßzeiten ohnehin die meisten Straßen verstopft und die Parkplätze überfüllt sind, ist die Alternative zum Auto fast immer auch die schnellere Variante.

Licht an, Druck raus

Wegen der schlechteren Sichtverhältnisse im Winterhalbjahr sollte man das Licht schon bei Dämmerung einschalten. Die neuesten Beleuchtungsvorschriften sowie Tipps zum Winterradfahren gibt es auf den ADFC-Technikseiten. Der ADFC empfiehlt eine möglichst wartungsfreie Lichttechnik: Nabendynamo, LED-Frontscheinwerfer und LED-Rücklicht – am besten mit Standlicht. Kontrastreiche Kleidung und zusätzliche Reflektoren an Jacke, Hose oder Helm sind ein weiteres Sicherheitsplus. Ohren, Hände und Füße sollte man warmhalten, sich insgesamt aber nicht zu dick einpacken, denn der Körper erwärmt sich durch die Bewegung. In der kälteren Jahreszeit muss man mit Rutschfallen durch feuchtes Laub oder überfrierende Nässe rechnen. Deshalb: Morgens lieber etwas früher losfahren, Tempo anpassen – und abrupte Schlenker oder scharfe Bremsmanöver vermeiden. Spikes und Winterreifen sind eher etwas für Experten. Mit gut profilierten Ganzjahresreifen kommt man auch ohne Reifenwechsel durch den Winter. Tipp vom Profi: Wenn man etwas Druck aus den Reifen lässt, verbessert man die Griffigkeit auch bei Schnee.

Appell an die Städte: Radwege räumen!

Aber selbst motivierteste Fahrradpendler kommen an ihre Grenzen, wenn Radwege nicht geräumt – oder sogar als Ablagefläche für den Schnee von der Fahrbahn missbraucht werden. Diese Praxis ist leider keine Seltenheit, wie eine Umfrage des ADFC München im vergangenen Winter ergeben hat. Radwege müssen mindestens mit gleicher Priorität geräumt werden wie Autospuren, so die Forderung des ADFC.

erstellt: Webmaster, 29.11.2017

ADFC-Symposium 2017

Der ADFC lud am 10. November 2017 zum Symposium „Deutschland braucht die Verkehrswende. Und die Verkehrswende braucht das Fahrrad. Jetzt!“ ein. Eine hochkarätige Veranstaltung mit spannenden Denk- und Diskussionsansätzen.

Der ADFC ist ungeduldig, betonte der Bundesvorsitzende des Verbands, Ulrich Syberg, zu Beginn der Veranstaltung. Diesel-Skandale, Feinstaub, Fahrverbote – es muss endlich die Diskussion geführt werden, wie wir leben wollen. Wer in den Städten etwas verändern will, muss den Modal Split verändern und eine Investitionswelle auslösen.... Öffnet externen Link in neuem Fenster(mehr)

Quelle: adfc.de
erstellt: Webmaster, 24.11.2017

Die StVO gilt auch in Seevetal! (Leserbrief)

Leserbrief zum Artikel im Winsener Anzeiger vom 15.11.2017.

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier den WA Bereicht auf Ihren PC.

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier die komplette PDF-Datei auf Ihren PC. 

erstellt: Webmaster, 17.11.2017

Wahre Worte: „Wir haben zu viele Autos“ (Leserbrief)

Wir können Peter Eckhoff nur zustimmen. Es wird jeden Tag deutlicher, dass wir eine Verkehrswende dringend benötigen. Die Nachrichten sind voll von Berichten über Luftverschmutzung, Lärmbelastung, langen Staus, schweren Unfällen usw. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert die Politik auf, viel mehr Energie und Geld zur Verbesserung umweltfreundlicher und sicherer Mobilität einzusetzen.

Angebote von Infrastruktur fördern die Nutzung. Seit sehr vielen Jahren hat man unsere Städte ausschließlich für Autos gebaut. Bis zu 95% des Verkehrsraums wurden für den Autoverkehr zur Verfügung gestellt. Diese Infrastruktur hat uns heute in den Verkehrskollaps getrieben und die Städte zu Orten mit fahrenden und stehenden Blechlawinen gemacht. Lebensraum und vor allem Lebensqualität wurden dem Verkehrswahn geopfert.

Allein im Wochenblatt vom 15. November finden sich Berichte wie auf Seite 11: „Probleme mit den Pendlern“, Seite 17: „Anwohner befürchten mehr Verkehr“, Seite 20: Info-Treffen zur Verkehrsbelastung in Moisburg und zur Krönung noch ein Leserbrief der Jungen Union Buchholz, der noch immer nach neuen Straßen ruft. Nach Umfragen des Bundesumweltministeriums, veröffentlicht im April 2017, wollen junge Menschen in Zukunft überwiegend alle Ziele komfortabel, aber ohne eigenes Auto erreichen können.

Man schlägt heute keine Zeitung mehr auf, ohne zu lesen, was diese Automassen anrichten. Ortszentren müssen wieder autofrei werden. Innerörtlich muss der motorisierte Individualverkehr unattraktiv und teuer werden. Was machen Pendler, wenn ab 2018 Dieselfahrverbote kommen und Gerichte entscheiden, wer noch wo fahren darf? Welche Städter wollen noch Autos von Einpendlern viele Stunden am Tag im eigenen Lebensraum stehen haben?

Buchholz wäre gut beraten, den innerörtlichen Verkehr neu zu regeln. Es reicht nicht, den Autos allen Platz zu lassen und für Radfahrer und Fußgänger Notlösungen anzubieten. Fahrradfreundliche Infrastruktur, genügend Raum für Fußgänger, Ausbau des ÖPNV und Temporeduzierung wären wegweisend. Dann kommen die Nutzer der neuen Mobilität von ganz allein.

Karin Sager, ADFC Kreisverband Harburg e.V. im November 2017

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier die komplette PDF-Datei auf Ihren PC. 

erstellt: Webmaster, 16.11.2017

Deutsche wollen Tempolimit und Fahrradwege

Öffnet externen Link in neuem FensterDeutsche wollen Tempolimit und Fahrradwege

Angesichts von Dieselskandal und Klimaschutz-Debatte bezweifelt nur noch ein kleiner Teil der Deutschen die Notwendigkeit einer Verkehrswende. Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage der KfW Research zeigt sich der überwiegende Teil der Deutschen (81 Prozent) zwischen 18 und 64 Jahren offen für neue Verkehrskonzepte zugunsten des Klimaschutzes. Unter anderem sprachen sich 60 Prozent der Bevölkerung für ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen aus. Gegenüber der E-Mobilität herrscht hingegen noch große Skepsis.

Mit 36 Prozent gab mehr als jeder dritte Befragte an, bereits sein Mobilitätsverhalten verändert zu haben und häufiger Bus, Bahn oder Fahrrad zu nutzen. 71 Prozent signalisierten, ihr Verhalten in Zukunft ändern zu wollen. Dabei sehen 77 Prozent die Politik und 89 Prozent die Autoindustrie in der Pflicht, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Als Maßnahmen befürworten 91 Prozent den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und 86 Prozent beziehungsweise 85 Prozent ein besseres Fuß- und Radwegenetz. Die Einführung einer generellen Pkw-Maut oder City-Maut lehnen hingegen zwei Drittel der Befragten ab.

Bei der Frage nach einem Tempolimit waren nur 50 Prozent der Männer gegen die freie Fahrt auf Autobahnen, bei Frauen 70 Prozent. Die geringste Zustimmungsrate für Tempolimits (35 Prozent) gibt es bei jungen Männern unter 30. Dass die E-Mobilität in den kommenden 20 Jahren eine dominante Rolle spielen könnte, glaubt nur die Hälfte der Befragten. Immerhin 40 Prozent gaben an, über den Kauf eines Elektroautos nachzudenken.

Quelle: abendblatt.de
erstellt: Webmaster, 15.11.2017

Pressemitteilung des ADFC Bundesverbandes

ADFC-Bundeshauptversammlung in Berlin

„Liebe Jamaika-Sondierer: Deutschland braucht die Verkehrswende – nicht nur andere Autos!“

Berlin, 13. November 2017

Die 140 Delegierten der Bundeshauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs machten am Wochenende ihrem Ärger über die Jamaika-Sondierungsgespräche Luft. Die bislang bekannten Sondierungsergebnisse machten deutlich, dass die Verhandlungspartner die Notwendigkeit einer echten Verkehrswende nicht sehen wollten. Der ADFC fordert eine klare Abkehr von der autozentrierten Verkehrspolitik und die kräftige Förderung von Fahrrad, Fußverkehr und ÖPNV.  

ADFC-Verkehrsvorstand Ludger Koopmann fasst die Stimmung so zusammen: „Die Sondierungspartner wirken beim Thema Verkehr wie ferngesteuert von Autoindustrie und Gewerkschaften. E-Autos sollen das Klima und die Städte retten, aber das werden sie nicht, wenn immer mehr Wege im Auto zurückgelegt werden. Das Leben in den Städten wird jetzt schon erdrückt vom Autoverkehr. Zukunftsstädte brauchen attraktive Alternativen, die Menschen motivieren, möglichst oft auf das Rad, die Bahn oder die eigenen Füße umzusteigen. Diese Weitsicht lassen bisher alle potenziellen Regierungsparteien vermissen!“  

Konkret fordert der ADFC von der nächsten Bundesregierung:

  • Die Bundesmittel für den Ausbau der Radinfrastruktur auf mindestens 800 Millionen Euro p.a. anzuheben (bisher: 130 Millionen Euro)
  • Radschnellwege umfassend zu fördern und ihnen in Ballungsräumen Vorrang vor dem Autobahnausbau zu geben
  • Zweckgebundene Finanzmittel für Kommunen zum Ausbau des Radverkehrs zur Verfügung zu stellen
  • „Vision Zero“ (null Tote im Straßenverkehr) als oberstes Ziel in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen und
  • Das Pariser Klimaschutzabkommen auch im Verkehrsbereich ohne Wenn und Aber umzusetzen. 

Berliner Mobilitätsgesetz bringt Aufbruchsstimmung für ganz Deutschland

Das vom Berliner Senat mit ADFC Berlin und der Initiative Volksentscheid Fahrrad ausgearbeitete Mobilitätsgesetz kann nach Auffassung der ADFC-Delegierten wichtige Impulse für ganz Deutschland geben. Deshalb unterstützten die Regionalvertreter einstimmig das Ziel des ADFC Berlin, das Mobilitätsgesetz ohne weitere Verzögerungen auf den Weg zu bringen. Es sieht unter anderem vor, dass alle Hauptstraßen mit breiten Radverkehrsanlagen ausgestattet werden müssen. Diese müssen so gestaltet werden, dass das Halten und Parken darauf unterbleibt. Konkret bedeutet dies eine physische Trennung der Radspur von der Kfz-Spur.

Mit „Protected Bikelanes“ Vorbildstadt für guten Radverkehr werden

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther sagte beim Besuch der ADFC-Bundeshauptversammlung: „Mehr und bessere Radwege sind Voraussetzung dafür, dass die Verkehrswende gelingt. Wir wollen, dass Berlin Vorbildstadt für guten Radverkehr wird.“ Als neue Infrastrukturlösung hatte der ADFC dem Senat das Modell der „Protected Bikelanes“ vorgeschlagen. Bei dieser in den USA erprobten Lösung wird eine Fahrradspur mit Pollern, Betonelementen oder Blumenkübeln von der Fahrbahn abgetrennt – und mit auffälligem Grün hervorgehoben. Solche geschützten Radfahrstreifen sollen nun erstmals in Berlin errichtet werden. ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg überreichte Senatorin Günther dafür symbolisch einen ersten Poller.

© 2017 ADFC Kreis Harburg






    Neues aus dem KV


  • Wichtiges aus der StVO
    finden Sie auf der Seite "StVO für Radfahrende"
  • Neue Seite
    Projekt "Buchholzer Bahn"
  • Aktuelles und interessantes finden
    Sie auf der Seite "Presseberichte"


  • 04.12.2017
    Protokoll Workshop "Veloroute Buchholzer Bahn" online

  • 29.11.2017
    Pressemitteilung ADFC Bundesverband - Fahrrad-Pendeln im Winter? Cool!

  • 17.11.2017
    Leserbrief ADFC Kreisverband - "Die StVO gilt auch in Seevetal!"