Radschnellwege werden konkreter

Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit - auch bei weiteren Entfernungen: Im Hamburger Umland soll die Idee möglichst bald umgesetzt werden... (mehr)

Hier finden Sie zusätzlich eine detaillierte Darstellung der Metropolregion.

Quelle: ndr.de
           metropolregion.hamburg.de
erstellt: Webmaster, 15.02.2017

ADFC Radreise-Messe am 26. Februar 2017

Die Messe für Urlaubs- und Alltagsradfahrer*innen
Erstmals in der Sporthalle Hamburg
Mit Best Bike Shirt Wettbewerb

ADFC-Radreise-Messe, Sonntag, 26. Februar 207
Sporthalle Hamburg, Krochmannstr. 55, 22297 Hamburg
Öffnungszeiten: 10 - 17 Uhr
Eintrittspreise: 7 Euro, für ADFC-Mitglieder 2,50 Euro. Kinder bis 16
Jahre frei. Online-Tickets im Vorverkauf: 7,50 € (inkl. 0,50 € VVK-Gebühr)
Spielen und Basteln für Kinder von 11 – 16 Uhr.
Veranstalter: ADFC Landesverband Hamburg e.V.
www.radreise-messe.de

Der ADFC Hamburg präsentiert am 26. Februar 2017 von 10 bis 17 Uhr die Messe rund ums Rad. Neuer Veranstaltungsort ist die Sporthalle Hamburg (U-Lattenkamp). Auf der Messe treffen sich Urlaubs- und Alltagsradfahrer*innen und die norddeutsche Fahrrad-Community. Über 150 Ehrenamtliche des ADFC machen diesen besonderen Tag mit ihrem Einsatz möglich.

Die Aussteller sind Radreiseveranstalter, Tourismusregionen, Hersteller und Händler von Fahrrädern, Technik und Zubehör und Fahrrad-Verbände sowie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Auf der ADFC Radreise-Messe findet sich alles, was des Radfahrers Herz begehrt und noch viel mehr für Alltag und Urlaub mit dem Rad: Die schönsten regionalen und weltweiten Reiseziele, Kartenmaterial und Tipps zur GPS-Navigation, Outdoor-Bekleidung und Rad- und Reisezubehör. ADFC-Ehrenamtliche erklären, wie man sicher durch Hamburg radelt und sich für eine gute Verkehrspolitik einsetzen kann. Auf ca. 700 m² testen Besucher ausgiebig Reiseräder, Transporträder, Falträder bis hin zum Pedelec. Erfahrene Reiseradler erzählen gerne alles Wissenswerte zu Radurlauben. Sehr beliebt sind auch die Vorträge über Radreisen. Das Vortragsprogramm ist auf www.radreise-messe.de veröffentlicht.

Die Messe wird abgerundet durch bewachtes und überdachtes Fahrradparken in der FahrradGarderobe, den Fahrradcodierer, eine Spendenaktion für Westwind – Fahrräder für Flüchtlinge und die Kunstaktion von Hummelbike, der die ersten Bilder von Prominenten seiner Aktion "Räder, die uns bewegen" zeigt.Kinder haben Spaß an der Spiel- und Bastelstation im Foyer, geöffnet von 11 - 16 Uhr.

Best Bike-Shirt Wettbewerb
Dieses Jahr lobt der ADFC Hamburg den Best Bike Shirt Wettbewerb auf der ADFC Radreise-Messe aus. Ziehen Sie für den Messebesuch Ihr Lieblings-Fahrrad-Shirt an! Tolle Rad-Motive gewinnen Schönes bis Praktisches fürs Radfahren. Globetrotter, Fahrrad Cohrt, Bike Citizens - die Fahrrad-App für die Stadt – und der ADFC haben viele tolle Preise gestiftet. Von 11 – 15 Uhr machen wir am ADFC-Stand Fotos von den Wettbewerbern in ihren Shirts und lassen sie als Diashow über einen Bildschirm laufen. Die Preisverleihung findet um 16 Uhr statt. Die Jury kürt die ersten 20 Plätze. Außerdem gibt es viele kleine Überraschungen. Der Spaß steht im Vordergrund!

Für Fahrradfans
Auf ca. 3.000 m² erwarten die Besucher viele lokale Fahrrad-, E-Bike- und Cargobikeläden, Fahrradmanufakturen, bekannte Hersteller sowie ein großer Testbereich. Fahrräder werden in Design und Ausstattung immer individueller auf den Besitzer angepasst, umso wichtiger ist die ausführliche Beratung und die Möglichkeit zur Probefahrt. Die ADFC Radreise-Messe präsentiert hochwertige Reiseräder, Trekkingräder, sportliche Räder und Allrounder von bekannten Marken wie Stevens, UTOPIA, Brompton, Gazelle, Batavus, Riese + Müller, TRENGA und specialized. Weiterhin bieten unsere Aussteller eine große Palette an Elektro-, Lasten- und Falträdern an, z. B. von Marken wie Movena Bikes, Bike2Care mit dem Trend zum E-Klapprad. Wer bequem und effizient radfahren will, findet Anbieter von passgenauen oder maßangefertigten Fahrrädern und Komponenten von Norwid, Böttcher, Patria oder dem specialized concept store und kann sich individuell über Ergonomie am Fahrrad beraten lassen oder den Vortrag dazu hören.Fahrradtechnik-Fans finden Komponenten von Magura, Pinion und Rohloff, SON Nabendynamos, Fahrradreifen von Continental, Sättel von SQlab und gefederte Lenkergriffe von Chic'n Wings.

Außergewöhnliche Räder
Komfortabel und ökologisch spannend sind maßgefertigte Räder aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Aussteller MyBoo bringt Räder aus Bambus mit, die stilecht mit einem Schloss aus Hanfseil abgeschlossen werden können.Nehmen Sie besondere Lastenräder unter die Lupe. Vélo 54 präsentiert den Hase Pino Porter, ein Tandem, das auch Lasten transportieren kann, so wird ein Familienausflug auf nur einem Fahrrad möglich. Toxy bringt seine Liegeräder und das variable Trimobil, das mit und ohne elektrische Unterstützung bis zu 3 Personen bewegt oder Lasten transportiert. Tricargo, die Hamburger Lastenradspedition, zeigt sein E-Lastenrad mit Containeraufbau, das einen Transporter ersetzt.Ganz neu entwickelt präsentiert Kwiggle das kompakte Faltrad zum gesunden Steh-Fahren auf unserer Messe.

Ab in den Traum-Radurlaub!
Für Radreise-Liebhaber ist die ADFC Radreise-Messe die Fundstelle für den nächsten Traumurlaub. Ein Urlaub per Fahrrad bietet einen außergewöhnlich intensiven Kontakt zu den Menschen, der Natur und den besonderen Momenten. Mit unseren Ausstellern kommen Sie auf alle Kontinente und die schönsten Wege um die Ecke.Bequem hat es, wer die Vorbereitung einem Reiseveranstalter überlässt. Besonders ferne Ziele kann man z.B. mit Wikinger Reisen, Valhalla Tours oder China by bike kennen lernen. Mehrere Reiseveranstalter verbinden Wasser und Land auf besondere Art. Sie bieten die Kombination von Schiffs- und Radtouren an, ein- oder mehrtägig. Mit der Bergedorfer Schifffahrtslinie in und rund um Hamburg, I.D. Riva in Kroatien, ALI-B2 in den Niederlanden und WAMA-Tour oder Nature Travel in Masuren. Der Anbieter „Die Landpartie“ stellt die ADFC Radreise Hamburg - St. Petersburg in einem beeindruckenden Bildvortrag vor.Auch für Individualtouristen lohnt sich der Messebesuch. In der Allee der Reiseradler erzählen weitgereiste Experten von ihren Abenteuern, geben Anregungen für ungewöhnliche Touren rund um den Globus und geben Tipps für Planung, Ausrüstung und das richtige Gepäck.Schnell mal raus aus der Stadt geht es mit Fahrrad-Kurztrips in die wunderschönen Landschaften der Metropolregion Hamburg. Auch weitere Reiseregionen Nord- und Mitteldeutschlands stellen sich mit Tourenvorschlägen und fahrradfreundlichen Unterkünften, z.B. Bett+Bike und Heuherbergen, vor. Bei spannenden Vorträgen können die Besucher die ausgefallenen Touren der Reiseradler kennen lernen, z. B. Hamburg-Südafrika, zum schwedischen Kattegatleden, den Jakobsweg oder die Donau entlang.

Alltags- und Reisezubehör
Gute Ausrüstung gehört zu Urlaub und Alltag auf dem Rad einfach dazu. Auf der Messe finden sich Helme, Taschen und eine große Auswahl an Fahrradbekleidung. Ein neues Laufgefühl schenken Ihnen z. B. die Barfußschuhe von Leguano. Globetrotter stellt ein breites Outdoor-Angebot aus.Familienausflüge mit Kleinkindern werden sicher und bequem mit dem innovativen Fahrradsitz von WeeRide. Den richtigen Weg weisen ein großes Angebot an klassischen Fahrradkarten oder GPS-Geräte. Der ADFC-Arbeitskreis GPS berät ausführlich, denn Radtourenplanung mit Satellitennavigation bietet viele Vorteile, ist jedoch noch längst nicht so verbreitet und selbsterklärend wie beim Auto. Mit dem Ladegerät Bycicle-Smart-Power können Handys und GPS-Geräte während der Radfahrt aufgeladen werden. Praktisch sind Halterungen für Handy oder GPS-Gerät aus alten Fahrradschläuchen von Retube. Für eine kombinierte Auto- und Radreise bietet Paulchen Heckträger praktische Fahrradhalterungen.

Über 150 ADFC-Ehrenamtliche machen´s möglich
Über 150 Ehrenamtliche des ADFC sind als Helfer an allen Ecken und Enden der Messe im Einsatz. Der ADFC Hamburg informiert über seine Arbeit und Aktionen zu Verkehrspolitik, Tempo 30, Velorouten, in den Bezirksgruppen und für die Jugend „Fahrradfreunde“. Wir beraten zu GPS-Navigation am Fahrrad, Radtouren und Kartenmaterial, Verkehrssicherheit, die Vorteile einer Mitgliedschaft beim ADFC und bieten „Klara – das kostenlose Lastenrad“ an. Der ADFC Schleswig-Holstein und der ADFC Mecklenburg-Vorpommern, Fahrradsternfahrt/Mobil ohne Auto e.V. sind ebenso an unserem Stand zu finden.

Malen für´s Radfahren
Hummelbike feiert 200 Jahre Fahrrad. Mit Radkunst zum Mitmachen setzt sich hummelbike für Radfahrkurse für Kinder und Jugendliche ein. Auf unserer Messe können Sie selber kreativ werden und bekommen die ersten Fahrradzeichnungen der hummelbike-Kampagne „RÄDER, DIE UNS BEWEGEN“ zu sehen.

Gutes Tun – Fahrradspenden gesucht
Während der ADFC Radreise-Messe sammelt die Initiative „Westwind – Fahrräder für Flüchtlinge“ Sachspenden der Messebesucher auf dem Vorplatz. Gesucht werden Fahrräder und Kinderräder, (intakt oder mit kleinerem Reparaturbedarf) Schlösser, Werkzeuge und Ersatzteile wie Schläuche, Mäntel und Flickzeug.

Fahrradsicherheit
Wer mit dem Rad zur ADFC Radreise-Messe kommt, kann es kostenlos bewacht und überdacht in der FahrradGarderobe auf dem Vorplatz, Eingang Krochmannstraße, parken. Während des Messebesuchs können Sie ihr Fahrrad vom Fahrradcodierer diebstahlsicherer machen lassen.

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Pressemitteilung "Kreismitgliederversammlung 2017"

ADFC: Gute Rad-Infrastruktur für alle. Jetzt!

Die Mitgliederversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Kreisverband Harburg e.V. am 30. Januar im Hotel Sellhorn in Hanstedt brachte neuen Schwung in den ehrenamtlich arbeitenden Verband. Knapp 30 Mitglieder legten die Richtung der Aktivitäten fest. Vor Beginn der Versammlung wurde an Nele Dierksen (Hotel Sellhorn) ein Blumenstrauß als kleines Dankeschön für die Unterstützung des ADFC überreicht.

Nach der Begrüßung durch Karin Sager, Vorsitzende des ADFC Kreisverbands, berichtete der Erste Kreisrat, Kai Uffelmann, von neuer Mobilität im Landkreis Harburg. Zur E-Mobilität gehöre nun das Pedelec, das Fahrrad mit Motorunterstützung, zum täglichen Bild auf den Straßen. Eine Fahrt zur Arbeit im Anzug wäre mit so einem Fahrrad bei Strecken um die fünf Kilometer ganz einfach möglich. Freizeitradler könnten mit schnellen Pedelecs sogar die Entfernung von Hamburg in den Landkreis Harburg überwinden.

Vom ADFC Landesverband war der Vorsitzende Dieter Schulz angereist. Er lobte den ADFC Kreisverband Harburg wegen des aktiven Einsatzes für umweltfreundliche Mobilität im ländlichen Raum und berichtete vom neuen Fachausschuss Radverkehr auf Landesebene. Schulz sagte, dass der Fahrradboom die Arbeit des ADFC enorm unterstütze und alle Kommunen gefordert seien, Infrastruktur für alle Radfahrer zu schaffen.

Sager berichtete dann von vielen Erfolgen, die der ADFC im Landkreis Harburg auf den Weg bringen konnte. Dazu gehören u.a. die Mitgliedschaft des Landkreises in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) und die Beteiligung an der Fortschreibung des Radwegkonzeptes an den Landesstraßen. Es wurden mehrere Stellungnahmen zu aktuellen Baumaßnahmen abgegeben und die Zusammenarbeit mit dem ADFC im Bezirk Hamburg Harburg zum Thema Velorouten und Tempo 30 aufgenommen. Die Hauptthemen für 2017 sind die Infrastruktur zum Radfahren, das Fahrradparken und die Veloroute von Lüneburg nach Buchholz auf der ehemaligen Bahnstrecke.

Schatzmeisterin Alexa Vetter konnte von hohen Umsätzen im Kreisverband berichten. Die meisten ADFC Ortsgruppen waren bis Ende 2016 mit den Fahrradwerkstätten für Flüchtlinge beschäftigt. Kreisweit konnten über 500 gespendete Fahrräder mit Ersatzteilen wieder verkehrssicher gemacht und an Flüchtlinge übergeben werden. Es wird für die Fahrradcodierung geworben und ein neues Gerät soll dafür angeschafft werden. Weitere Kosten entstehen durch die Ausbildung zertifizierter Tourenleiter/innen im ADFC Kreisverband Harburg e.V.

Nach Abstimmung über den neuen Haushaltsplan, der Entlastung des Vorstandes und diversen Satzungsänderungen standen die turnusmäßigen Wahlen an. Klaus Boenert schied aus und wurde mit viel Beifall und einem schönen Blumenstrauß belohnt. Karin Sager (Asendorf) wurde wieder für zwei Jahre als Vorsitzende des ADFC Kreisverbandes bestätigt. Alexa Vetter (Buchholz), Arno Neumann (Winsen) und Joachim Franke (Neu Wulmstorf) wurden als stellvertretende Vorstände gewählt.

Die Vertreter der inzwischen sechs ADFC Ortsgruppen im Kreis Harburg berichteten von geführten Radtouren, Codieraktion und weiteren Aktivitäten vor Ort. Gerade vor einer Woche wurde die Ortsgruppe in Neu Wulmstorf wieder gegründet.

In diesem Jahr wird das Fahrrad 200 Jahre alt und der ADFC Kreisverband Harburg e.V. hat 25jähriges Jubiläum. Nach einer Sternfahrt aller Ortsgruppen wird am 21. Mai in Hanstedt auf dem Alten Geidenhof gefeiert.

Karin Sager für den ADFC Kreisverband Harburg e.V., 31. Januar 2017

erstellt: Webmaster, 01.02.2017

Darum geht es...

Dankeschön Hotel Sellhorn

Karin Sager bei der Begrüßung - Landesvorsitzender Dieter Schulze hört aufmerksam zu

Erster Kreisrat Kai Uffelmann

Aufmerksame Mitglieder

verfolgen interessiert die Versammlung

"Kleine" Belohnung für die alte und neue Kreisvorsitzende für die geleistete Arbeit

Klaus Boenert verabschiedet sich aus dem Kreisvorstand. Danke Klaus für die geleistete Arbeit

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Verkehrsgerichtstag stärkt ADFC-Vorschläge - Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur gefordert

Berlin, 27. Januar 2017

002/17

Heute endet in Goslar der Verkehrsgerichtstag mit Empfehlungen zur Sicherheit des Radverkehrs. Die Verkehrsrechtsexperten sprechen sich vor allem für den Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur aus. Außerdem werden verpflichtende Mindeststandards für den Radwegebau sowie Fahrassistenzsysteme für LKW und PKW empfohlen. Der ADFC hat die Interessen der Radfahrerinnen und Radfahrer mit einem Fachbeitrag auf der Konferenz vertreten und wertet den Ausgang als vollen Erfolg. 

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Radinfrastruktur in Deutschland ist ein schlecht gemachter Flickenteppich. Radfahrer wissen nicht, wo sie sicher fahren können – und Autofahrer wissen nicht, wo sie mit Radfahrern rechnen müssen. Das bringt Gefahr. Wir brauchen ein intuitiv verständliches, durchgängiges Radverkehrssystem mit großzügigen Abmessungen, das dem wachsenden Radverkehr gerecht wird. Dass auch die über 2.000 Verkehrsrechtsexperten in Goslar den Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur als prioritär wahrnehmen, ist ein Riesenschritt nach vorn!“

„Einfach, selbsterklärend und sicher“

Die Goslarer Experten sagen, Radverkehrsinfrastruktur muss „einfach, selbsterklärend und sicher“ sein – und in durchgängigen Netzen angelegt werden. Fuß-, Rad- und Kraftverkehr sollten wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Bewegungsmuster weitgehend voneinander getrennt werden. Der ADFC weist darauf hin, dass der Platz für zusätzliche Fahrrad-Infrastruktur in erster Linie vom Autoverkehr kommen muss. Sie trage schließlich auch zur Entlastung der KFZ-Spuren bei. Weiterhin empfehlen die Experten, dass die „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ als verpflichtende Standards für alle Baulastträger gelten solle. Stork: „Leider können Mindeststandards für den Radwegebau nicht gesetzlich festgelegt werden. Aber die Verkehrsbehörden können Fördergelder an die Bedingung knüpfen, dass feste Qualitätsstandards eingehalten werden. Das muss beim Bundesverkehrsministerium anfangen.“

Bundesregierung soll sich für Fahrassistenzsysteme einsetzen

Der Verkehrsgerichtstag folgt den ADFC-Empfehlungen auch in dem Punkt, elektronische Assistenzsysteme für LKW und PKW verpflichtend einzuführen. Unfallstudien zufolge könnten 60 Prozent der schweren LKW-Fahrrad-Unfälle durch Abbiegeassistenten und weitere Systeme verhindert werden. Für die Einführung solcher Systeme solle sich die Bundesregierung auf EU-Ebene intensiv einsetzen.Stork: „In Sachen Fahrzeugtechnik hat Deutschland in Europa die Nase vorn. Deswegen muss Deutschland auch Standards setzen, wenn es darum geht, Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen.“ Auch könnten Fahrradstaffeln der Polizei und Informationskampagnen einen wirksamen Beitrag zur besseren Regelkenntnis und Regelakzeptanz leisten – bei allen Verkehrsteilnehmern. Vielen Radfahrern ist nicht bewusst, dass sie mit dem Fahren auf dem Gehweg sowohl sich als auch Fußgänger in Gefahr bringen können. Und viele Autofahrer vergegenwärtigen sich nicht, dass ein fehlender Schulterblick, das zu enge Überholen eines Radfahrers, das Zuparken eines Radwegs oder das unachtsame Türöffnen einen Radfahrer das Leben kosten kann. 

Radfahren in Zahlen

50 Millionen Bundesbürger fahren Fahrrad, etwa 11 Millionen davon täglich. Etwa 10 Prozent der Wege werden mit dem Rad zurückgelegt. Politisch erwünscht ist, das Fahrradfahren noch deutlich attraktiver zu machen – denn es hält fit und wirkt Verkehrs- und Klimaproblemen entgegen. Aber: Im Durchschnitt stirbt jeden Tag in Deutschland ein Radfahrer, alle sieben Minuten wird einer verletzt (2015: 383 getötete, 77.793 verletzte Radfahrer). Bei den Kollisionen mit Kraftfahrzeugen ist in 75 Prozent der Fälle der Autofahrer Schuld, bei den LKWs sind es sogar 80 Prozent. Quellen: Sinus Fahrradmonitor 2015, BMVI Radverkehr in Deutschland, Destatis Kraft- und Fahrradunfälle im Straßenverkehr 2015.

erstellt: Webmaster, 27.01.2017

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So könnten Radfahrer besser geschützt werden

Die Sicherheit des Radverkehrs ist Thema auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag, der von Mittwoch bis Freitag (25.01. - 27.01.2017) im niedersächsischen Goslar stattfindet. Dabei diskutieren Experten die typischen Ursachen von Unfällen mit Radfahrern im Straßenverkehr. "Die klassischen Abbiegeunfälle sind das Hauptproblem"....... (mehr)

Quelle: wdr.de
erstellt: Webmaster. 26.01.2017

Sogar Autoclubs fordern mehr Platz für Fahrradfahrer

Mehr Radler, weniger Platz – dafür drohen immer mehr Unfälle: Selbst Autoclubs fordern inzwischen ein besseres Radwegenetz in Deutschland – zur Not auch zu Lasten der Autofahrer.

Goslar/Göttingen (dpa) – Ihnen wird die Vorfahrt genommen, sie werden beim Abbiegen übersehen oder zu dicht überholt – und manche bringen sich selbst in Gefahr: Jeden Tag stirbt in Deutschland ein Radfahrer bei einem Verkehrsunfall. Alle sieben Minuten wird ein Radler verletzt. Zwischen 2006 und 2015 gab es bundesweit 4148 tote und mehr als 750 000 verletzte Radfahrer. Alarmierende Zahlen, findet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), zumal eine hohe Dunkelziffer bei den Verletzten zu vermuten sei. Denn viele Unfälle würden nicht angezeigt, sagt Sprecherin Stephanie Krone.

Vor dem Verkehrsgerichtstag, der in dieser Woche in Goslar über die «Sicherheit des Radverkehrs» berät, fordert der ADFC einen Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur. Sinnvoll seien zum Beispiel Radschnellwege – wie es einen seit einigen Jahren in Göttingen gebe. Sogar Automobilclus unterstützen die Idee – zur Not auch zu Lasten des Autoverkehrs.

«Die positive Unfallentwicklung im Straßenverkehr seit 2010 findet keine Entsprechung bei den Radunfällen», kritisiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Rund 50 Millionen Bundesbürger fahren Fahrrad, etwa 11 Millionen davon täglich, schätzt der ADFC. Weil auch immer mehr Ältere mit Fahrrad oder schnellen E-Bikes unterwegs sind, fürchten Experten eine Zunahme der Unfälle. «Der Radverkehr profitiert jedenfalls nicht vom allgemeinen Trend, wonach Unfälle mit Personenschaden zurückgehen», sagt der Leiter der Unfallforscher Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der Versicherer (GdV).

Den Hauptgrund dafür sehen Experten in der veralteten Fahrrad-Infrastruktur. Sie entspreche «nicht mehr den Anforderungen eines sicherer Radverkehrs» und sei nicht auf die wachsende Zahl der schnellen E-Bikes ausgelegt, kritisiert die Deutsche Polizeigewerkschaft. Der ADFC formuliert es krasser: «Die Fahrrad-Infrastruktur ist in einem erbärmlichen Zustand», sagt Sprecherin Krone. Wenn nicht bald etwas geschehe, werde die Zahl der verunglückten Radler weiter steigen. Wichtig seien durchgängige, gut gepflegte und intuitiv verständliche Radverkehrsnetze.

Unterstützung erhält der Radler-Verband, der rund 160 000 Mitglieder vertritt, von allen Seiten. Die Deutsche Polizeigewerkschaft mahnt, «die Schaffung flächendeckender Radverkehrsnetze» sei vor allem nötig, um die steigende Zahl älterer Radfahrer zu schützen.

Die frühere Verkehrsplanung habe den Fuß- und Radverkehr «an den Rand gedrängt», findet auch der Auto Club Europa (ACE). Jetzt müsse sie korrigiert werden. Dabei werde die nötige Neuverteilung des Straßenraums «zu Lasten des Autos gehen», sagt ACE-Experte Matthias Knobloch. «Sicherer wird der innerstädtische Straßenverkehr nur, wenn den schwächeren Verkehrsteilnehmern mehr Platz zugesprochen wird.» Und das bedeutet: Mehr Fahrradwege – weniger Platz für Fahrspuren und Autoparkplätze.

Auch der Automobilclub von Deutschland (AvD) ist für mehr Fahrradspuren und Radwege. Ideal wäre eine vollständige Trennung des Radverkehrs vom Autoverkehr. So sieht es auch der Präsident des Verkehrsgerichtstages: «Im Prinzip passen Rad- und Autoverkehr nicht zusammen», sagt Kay Nehm. «Das liegt an den unterschiedlichen Geschwindigkeiten und dem verschiedenen Platzbedarf.» Das Ziel könne deshalb nur sein: «Getrennte Radwege mit individueller Verkehrsführung für Radler.»

Radschnellwege müssten «ausreichend breit sein, separat vom Autoverkehr geführt werden und mit einem sehr guten Belag ausgestattet sein», fordert ADFC-Sprecherin Krone. Dadurch könnten Pendler in Metropolen zum Umstieg vom Auto auf das Rad bewegt werden.

Wenn es – auch wegen der Defizite bei der Fahrrad-Infrastuktur – auf deutschen Straßen derzeit im Minutenabstand Fahrradunfälle gibt, sind dabei laut ADFC in rund 75 Prozent der Fälle Kraftfahrer die Verursacher. Fahrlässiges Abbiegen, das Missachten der Vorfahrt, zu enger Abstand beim Überholen und fahrlässiges Öffnen von Autotüren seien die Hauptursachen für Unfälle mit Toten und Verletzten.

Wenn Radfahrer schwere Unfälle verursachen, dann laut ADFC zumeist, weil sie in falscher Richtung durch Einbahnstraßen oder auf dem Gehweg fahren. Dabei schätzt der Verband die Zahl der Radfahr-Rowdys, die sich nicht an Regeln halten, auf fünf bis zehn Prozent. Demzufolge wären bundesweit jeden Tag zwischen 550 000 und 1,1 Millionen Radfahr-Rüpel unterwegs. Deren Verhalten sei nicht nur «schlecht für das Verkehrsklima», sondern auch gefährlich, sagt Sprecherin Krone.

Quelle: die-wirtschaftsnews.de
erstellt: Webmaster, 23.01.2017

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Antrag des ADFC an die Fraktionen des Kreistages

zur Bereitstellung finanzieller Mittel zur Umsetzung der Ziele des Radverkehrskonzeptes im Landkreis Harburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist allen bekannt, dass die Infrastruktur für Radfahrende im Landkreis Harburg nicht nur schlecht sondern weitreichend katastrophal ist. Der Fokus im Bereich Mobilität wurde bisher rein auf den MIV (motorisierten Individualverkehr) gelegt. In der Folge fehlen benutzbare Radwege zwischen den Orten im Kreis Harburg, Fahrradparkplätze und gute Schutzstreifen innerorts. Die Beschilderung in den Dörfern ist fast überall 30 Jahre oder älter und entspricht nicht den Vorschriften der seit fast 20 Jahren geltenden Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Der Landkreis hat ein Radverkehrskonzept in Auftrag gegeben, das die Mängel und die Erfordernisse für eine bedarfsgerechte Radverkehrsinfrastruktur aufzeigen wird. Es wird eine Prioritätenliste erarbeitet, die dann auch umgesetzt werden muss. Dafür muss Geld bereitgestellt werden.

Der ADFC Kreisverband Harburg e.V. fordert für einen Anschub zur Umsetzung der ersten Maßnahmen eine Bereitstellung von 10 EUR pro Einwohner und Jahr (2017), um die schwersten Schäden (Gefahrenstellen) zu beheben und Baumaßnahmen der höchsten Priorität zu ermöglichen. Zu lange wurde gar nichts repariert. Für die weiteren Jahre sollten jeweils mindestens 6 EUR pro Einwohner zur Verfügung stehen.

Schon der Nationale Radverkehrsplan 2020 des Bundesministeriums schätzt den Mittelbedarf der Kommunen (Städte und Gemeinden) für den Neubau, der Erhaltung und den Betrieb der Infrastruktur auf etwa 6 bis 15 EUR. Bei dem Ziel, einen guten Standard zu erreichen, wird von 8 bis 19 EUR pro Einwohner ausgegangen (Seite 63). Für die Landkreise geht man von einem Bedarf von 1 bis 6 EUR pro Einwohner und Jahr aus, je nach Ausgangsniveau.

Die ausgewiesenen Radwege im Landkreis sind so schlecht, dass sie größtenteils als Gefahrenstellen beschildert sind. Viele Wege sind so schmal, dass nicht mal die Mindestbreite gemäß ERA 2010 erfüllt wird. Wir gehen im Landkreis Harburg damit von einem untersten Ausgangsniveau aus.

Der Landkreis Harburg gehört zur Metropolregion Hamburg. Velorouten aus Hamburg führen bis an die Stadtgrenze. Der Radverkehr in der Stadt nimmt sehr stark zu. Es wird in Hamburg ein Bündnis für Radverkehr angestrebt (http://hamburg.adfc.de/news/hamburg-strebt-buendnis-fuer-den-radverkehr-an/). Alle Signale für umweltfreundliche Mobilität stehen dort auf grün.

Der Landkreis Harburg kann vom Fahrradboom in Hamburg profitieren. Die Hälfte der Städter hat kein eigenes Auto und großes Interesse an komfortablen Radwegen in die Metropolregion. Fahrräder werden immer schneller. Pedelecs und S-Pedelecs werden die Metropolregion erobern, wenn Infrastruktur da ist.

Viele touristische Ziele im Naturpark Rosengarten, in der Lüneburger Heide und an der Elbe können Tagestouristen oder Wochenendtouristen per Fahrrad aus Hamburg anlocken. Es fehlen dafür nur die guten Wege und sichere Fahrradparkplätze. Die Züge des Metronoms bieten komfortable Fahrradwagen, mit denen man weiter in die Region fahren kann. Heide- und Elbshuttle kosten schon Geld und holen erfolgreich Radfahrer in die Region. Wer allerdings in Buchholz, Winsen oder anderen Haltestellen aussteigt und Radwege zu seinen Zielen benutzt wird kaum wieder kommen. Wer sein Ziel dann mehr schlecht als recht erreicht, weiß nicht, wo er sein Fahrrad sicher abstellen kann. Überall findet man riesige Parkplätze für PKW aber gar keine für Fahrräder. So entsteht ein schlechter Ruf, der schwer zu reparieren ist.

Jeder wird die Erfahrung gemacht haben, dass Infrastruktur genutzt wird, wenn sie angeboten wird. Der ADFC Bundesverband hat gerade die Radreiseanalyse der Bundesbürger veröffentlicht, http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/adfc-radreiseanalyse-11-prozent-mehr-radurlauber-. Danach werden bereits 10% der Gesamtinlandsübernachtungen von Radfahrern gebucht, mit steigender Tendenz. Warum soll der Landkreis auf diese Einnahmequelle verzichten?

Ohne Einsatz von Geld wird dies alles nichts. Deshalb bitten wir alle im Kreistag vertretenen Parteien um die Zustimmung zum Antrag des ADFC Kreisverband Harburg e.V.

Gerne möchten wir auf die AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen) hinweisen und empfehlen dort beizutreten (http://www.agfk-niedersachsen.de/). Hier werden kommunale Radverkehrsinteressen verfolgt und Fördermittel akquiriert.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


 

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    zur Kreismitgliederversammlung 2017
  • Pressemitteilung Bundesverband
    Verkehrsgerichtstag stärkt ADFC-Vorschläge!
  • Pressemitteilung KV Harburg
    Landkreis Harburg träumt noch von heiler Autowelt!