Radfahren - auf dem richtigen Weg

Ein Vortrag von Karin Sager vom ADFC Kreisverband Harburg.

Vielen Radfahrenden sind die aktuellen Vorschriften und Verkehrsregeln nicht richtig bewusst. Karin Sager wird in ihrem Vortrag die aktuelle Situation aufzeigen und beantwortet gerne Fragen dazu.

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erstellt: Webmaster, 24.04.2017

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Fahrradführerschein: Das kapiert doch eh kein Mensch

Seit Anbeginn meiner Zeit in dieser ganzen verflixten Fahrradwelt kommt alle paar Tage die Forderung nach einem Führerschein für Radfahrer auf. In den einschlägigen Foren und facebook-Gruppen herrscht der Glaube, man müsse nur endlich Fahrradsteuern, Fahrradkennzeichen und einen Fahrradführerschein einführen, dann wäre endlich Schluss mit dem Chaos auf der Straße.... Öffnet externen Link in neuem Fenster(mehr)

Quelle: radverkehrspolitik.de
erstellt: Webmaster, 24.04.2017

Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht an der K86 in Ashausen

Bitte lesen Sie hier mehr:

Leitet Herunterladen der Datei einLeserbrief KV Harburg

 

Wenn das Fahrrad das Auto ersetzt

Walter und Margit Radtke verzichten seit Jahresbeginn ganz auf einen eigenen Pkw. Die Umstellung war nicht leicht für sie. Doch nun empfinden beide eine höhere Lebensqualität... (mehr)

Quelle: augsburger-allgemeine.de
erstellt: Webmaster,19.04.2017

Ankündigung: Fahrradsternfahrt am 18. Juni 2017

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Der dritte Sonntag im Juni ist gesetzt für die große Fahrradsternfahrt in der Metropolregion rund um Hamburg. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) ist als Bündnispartner von Mobil ohne Auto Nord e.V. (MoA) aktiv beteiligt. Alle Startpunkte im Landkreis Harburg werden von Tourenleiter/innen der ADFC Ortsgruppen betreut und die Sterntouren bis über die Landesgrenze geführt. Highlight der Südrouten ist wieder die Fahrt über die Köhlbrandbrücke. Alle Startpunkte findet man auf der Seite www.fahrradsternfahrt.info.

Die Fahrradsternfahrt ist eine Demonstration für verbesserte Bedingungen für das Radfahren. In Hamburg und in der Metropolregion dominiert noch immer das Auto, um vorwiegend Pendler zur Arbeit und zurück zu bringen. Fast alle Fahrzeuge sind mit einer Person besetzt und jeden Morgen und jeden Abend bilden sich kilometerlange Staus. Mehr Fahrradnutzung kann Abhilfe schaffen, wenn dafür die Infrastruktur da wäre. Hamburg hat sich das Ziel „Fahrradstadt“ gesetzt und bereits viele Fahrradstraßen, Radfahr- und Schutzstreifen eingerichtet. Unsere Forderung an Hamburg: Dies muss weiter gehen, denn das Radfahren auf den Straßen ist für alle Verkehrsteilnehmer die sicherste Lösung. Gefährlich sind separate Radwege, besonders in Kreuzungsbereichen. Noch schlimmer sind sog. Servicelösungen, wo sich Radfahrer und Fußgänger einen Weg teilen müssen.

Diese Forderung erheben wir auch an den Landkreis Harburg. Fahrradstraßen muss man hier mit der Lupe suchen. Immer noch sind in den Dörfern und Städten im Landkreis Radfahrer auf gefahrbringende Hochbord-Fußwege verbannt. Vorschriftsmäßige Schutzstreifen und Fahrradstreifen finden sich fast gar keine. Die vorgeschriebene Breite für solche Wege und für Radwege zwischen den Orten wird fast nirgendwo eingehalten. Radfahren muss endlich attraktiv und sicher gemacht werden. Wir gehen mit dem Slogan „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ ins Wahljahr und rufen alle auf, sich an der Fahrradsternfahrt am 18. Juni zu beteiligen.

Karin Sager, ADFC Kreisverband Harburg e.V. im April 2017

erstellt: Webmaster, 12.04.2017

Freie Fahrt für freie Fahrräder

Ein interessanter Artikel zum Thema "Verkehrspolitik":

Gerade als großer Autoliebhaber verzweifelt man an Autobahnstaus und stockendem Verkehr in den Städten. Da hilft nur Fantasie und nicht Autohass. Das sind wir dem Tüftler-Geist unseres Landes schuldig..... (mehr)

Quelle: welt.de
erstellt: Webmaster, 10.04.2017

Bund verspricht 25 Millionen Euro für neue Radschnellwege

Zum 200. Geburtstag des Fahrrads will der Bund die Bedeutung des Radverkehrs stärken. Schnellwege sollen gefördert und vielen der Weg zur Arbeit erleichtert werden.

(mehr)

Quelle: zeit.de
erstellt: Webmaster, 03.04.2017

Radler auf den Straßen: Es war einmal...die Radwegebenutzungspflicht

1934 gab es eine Presseerklärung zur neuen Reichs-Straßenverkehrsordnung (RStVO), die über Generationen besiegelte, dass Radfahrer auf den Radweg müssen. Man wolle „dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland“ geben, „in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet“, hieß es. Radwege wurden in den Folgejahrzehnten reichlich gebaut – in der Regel für den Autoverkehr.... (mehr)

Quelle: shz.de
erstellt: Webmaster, 29.03.2017

Jesteburg – Radfahrer übersehen

Ein 91-jähriger PKW-Fahrer hat am Sonntag, gegen kurz nach 16 Uhr einen Verkehrsunfall auf der Harburger Straße verursacht. Der Mann fuhr mit seinem BMW Z3 vom Kleckerwaldweg nach rechts in die Harburger Straße ein um dann gleich wieder nach links in den Ziegeleiweg abzubiegen. Hierbei übersah er allerdings den auf der Harburger Straße in Richtung Bendestorf fahrenden 47-jährigen Radfahrer. Es kam zum Zusammenstoß. Der Radfahrer wurde von der Motorhaube über die Windschutzscheibe auf die Fahrbahn geschleudert. Hierbei verletzte sich der 47-jährige leicht. Am Fahrrad und am PKW entstand ein Sachschaden von rund 4000 EUR.

Quelle: Polizeiinspektion Harburg
erstellt: Webmaster, 29.03.2017

ADFC Landesversammlung 2017 in Rotenburg

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Niedersachsen e.V. hatte für den 18. und 19. März zur Landesversammlung in Rotenburg geladen. Drei Delegierte aus dem Landkreis Harburg, Karin Sager aus Asendorf, Gerhard Hahn aus Hanstedt und Joachim Franke aus Neu Wulmstorf waren als Delegierte des ADFC Kreisverband Harburg e.V. dabei.

Am Freitagabend war bereits Anreise und das informelle Treffen der Delegierten und Gäste fand im Restaurant „Stadtidyll“ statt. Altbekannte und neue Gesichter konnten diesen Abend zum Wiedertreffen, Kennenlernen und Netzwerken nutzen. 

Am Sonnabend waren eine Radtour rund um Rotenburg und Stadtführung im Angebot. Im Heimathaus begann die Versammlung pünktlich um 13.30 Uhr. 81 stimmberechtigte Delegierte wurden mit Stimmkarten und einer Infotasche über Rotenburg ausgerüstet.

Der Landesvorsitzende Dieter Schulz eröffnete die Landesversammlung. Ein Grußwort für die Stadt Rotenburg kam vom Bürgermeister Andreas Weber. Er lobte ganz besonders die gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen ADFC unter Leitung von Manfred Petersen. Dann übernahm Stefan Wenzel, Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz und stellvertretender Ministerpräsident das Mikrofon. Er hob besonders den Umweltverbund für die Mobilität der Menschen in den Vordergrund. Das Fahrrad sei dabei genau das richtige Fahrzeug für unseren Planeten.

Weitere formelle Tagesordnungspunkte wurden abgearbeitet. Neue Anträge wurden nicht eingereicht, so dass der Landesvorstand mit dem ausführlichen Rechenschaftsbericht beginnen konnte. Jedes Mitglied des Vorstands berichtete über die Schwerpunkte seiner Arbeit im vergangenen Jahr. Haupttenor war die Stärkung des Radverkehrs aus verschiedenen Richtungen und die Bereitstellung von finanziellen Mitteln im Hinblick auf die Marschrichtung des ADFC Bundesverbandes mit der Forderung Fahrradland Deutschland. Jetzt!

Im Anschluss wurde vom Bundeshauptausschuss berichtet. Es folgte der ausführliche Rechnungsprüfungsbericht.

Nach einer Aussprache, in der die Fragen der Delegierten beantwortet wurden kam es zur einstimmigen Entlastung des ADFC Landesvorstands. Die wohlverdiente Kaffeepause lies alle noch mal durchatmen; dann folgte die Vorstellung des Haushaltsplanes für 2017. Die wichtigsten Punkte wurden besprochen und alle Nachfragen aus der Versammlung beantwortet, so dass es zu einem einstimmen Beschluss des neuen Haushaltsplanes kommen konnte.

Mit einem leckeren Buffet und vielen Unterhaltungen zwischen den Delegierten klang der Abend aus. Sonntag früh ging es sogleich um die Wahlen. Der erste Vorsitzende, Dieter Schulz, wurde wiedergewählt. Das gleiche ergab sich für alle stellvertretenden Vorsitzenden. Eine Frau für den Landesvorstand konnte leider auch für die nächsten zwei Jahre nicht gefunden werden.

Für die Wahl der Delegierten zur Bundeshauptversammlung hatte Joachim Franke sich aus unserem Landkreis beworben, als Gast des Landesverbandes hatte Rüdiger Henze sich bereits aufstellen lassen. Am Ende stand fest, dass Rüdiger Henze gewählt wurde. Der ADFC im Landkreis Harburg hat mit Joachim Franke einen Platz als Ersatzdelegierten erreicht.

Nun konnten die vorliegenden Anträge vorgestellt werden. Dieter Schulz erklärte den Antrag zu den politischen

Forderungen des ADFC zur Landtagswahl 2018. Erreicht werden soll, dass der politische Wille zur wesentlichen Steigerung des Radverkehrsanteils in Niedersachsen festschrieben wird. Nach ausführlicher Beratung wurde dieser Antrag einstimmig von den Delegierten angenommen.

Beim nächsten Antrag, auch vom Landesvorstand, ging es um eine Aktion gegen das Parken auf Rad- und Fußwegen. Diese Aktion soll in Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden, der Polizei und den Verkehrswachten durchgeführt werden. Auch hier stimmten alle zu.

Der weitere Antrag des Landesvorstandes für ein internes Kommunikationskonzept mit Verpflichtung der Untergliederungen wurde zurückgezogen und als Appell an alle gerichtet, die Aktionen vor Ort mit dem Landesverband zu kommunizieren.

Der Antrag vom KV Braunschweig und dem KV Wolfsburg für den Einsatz des Landesverbandes, die Behörden auf Landesebene zu einer fahrradfreundlichen Leitlinie zu bewegen, wurden an Beispielen mit schlechten verkehrsrechtlichen Anordnungen gut erklärt und am Ende mit wenigen Gegenstimmen angenommen.

Einige Wortmeldungen kamen zum Punkt „Verschiedenes“ bevor der Vorsitzende Dieter Schulz dann die Arbeit des ausrichtenden KV Rotenburg lobte. Ein Roll up des ADFC verblieb als Gastgeschenk in Rotenburg. Die Delegierten bedankten sich mit großem Beifall bei den Ausrichtern und dann war die Landesversammlung 2017 zu Ende. Mit zufriedenen Gesichtern machten sich die Delegierten auf den Heimweg in alle Richtungen Niedersachsens.

Karin Sager, ADFC Kreisverband Harburg e.V. im März 2017

erstellt: Webmaster, 19.03.2017

Tor zur Stadt

Knolli

Wuemme

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Pressemitteilung "Kreismitgliederversammlung 2017"

ADFC: Gute Rad-Infrastruktur für alle. Jetzt!

Die Mitgliederversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Kreisverband Harburg e.V. am 30. Januar im Hotel Sellhorn in Hanstedt brachte neuen Schwung in den ehrenamtlich arbeitenden Verband. Knapp 30 Mitglieder legten die Richtung der Aktivitäten fest. Vor Beginn der Versammlung wurde an Nele Dierksen (Hotel Sellhorn) ein Blumenstrauß als kleines Dankeschön für die Unterstützung des ADFC überreicht.

Nach der Begrüßung durch Karin Sager, Vorsitzende des ADFC Kreisverbands, berichtete der Erste Kreisrat, Kai Uffelmann, von neuer Mobilität im Landkreis Harburg. Zur E-Mobilität gehöre nun das Pedelec, das Fahrrad mit Motorunterstützung, zum täglichen Bild auf den Straßen. Eine Fahrt zur Arbeit im Anzug wäre mit so einem Fahrrad bei Strecken um die fünf Kilometer ganz einfach möglich. Freizeitradler könnten mit schnellen Pedelecs sogar die Entfernung von Hamburg in den Landkreis Harburg überwinden.

Vom ADFC Landesverband war der Vorsitzende Dieter Schulz angereist. Er lobte den ADFC Kreisverband Harburg wegen des aktiven Einsatzes für umweltfreundliche Mobilität im ländlichen Raum und berichtete vom neuen Fachausschuss Radverkehr auf Landesebene. Schulz sagte, dass der Fahrradboom die Arbeit des ADFC enorm unterstütze und alle Kommunen gefordert seien, Infrastruktur für alle Radfahrer zu schaffen.

Sager berichtete dann von vielen Erfolgen, die der ADFC im Landkreis Harburg auf den Weg bringen konnte. Dazu gehören u.a. die Mitgliedschaft des Landkreises in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) und die Beteiligung an der Fortschreibung des Radwegkonzeptes an den Landesstraßen. Es wurden mehrere Stellungnahmen zu aktuellen Baumaßnahmen abgegeben und die Zusammenarbeit mit dem ADFC im Bezirk Hamburg Harburg zum Thema Velorouten und Tempo 30 aufgenommen. Die Hauptthemen für 2017 sind die Infrastruktur zum Radfahren, das Fahrradparken und die Veloroute von Lüneburg nach Buchholz auf der ehemaligen Bahnstrecke.

Schatzmeisterin Alexa Vetter konnte von hohen Umsätzen im Kreisverband berichten. Die meisten ADFC Ortsgruppen waren bis Ende 2016 mit den Fahrradwerkstätten für Flüchtlinge beschäftigt. Kreisweit konnten über 500 gespendete Fahrräder mit Ersatzteilen wieder verkehrssicher gemacht und an Flüchtlinge übergeben werden. Es wird für die Fahrradcodierung geworben und ein neues Gerät soll dafür angeschafft werden. Weitere Kosten entstehen durch die Ausbildung zertifizierter Tourenleiter/innen im ADFC Kreisverband Harburg e.V.

Nach Abstimmung über den neuen Haushaltsplan, der Entlastung des Vorstandes und diversen Satzungsänderungen standen die turnusmäßigen Wahlen an. Klaus Boenert schied aus und wurde mit viel Beifall und einem schönen Blumenstrauß belohnt. Karin Sager (Asendorf) wurde wieder für zwei Jahre als Vorsitzende des ADFC Kreisverbandes bestätigt. Alexa Vetter (Buchholz), Arno Neumann (Winsen) und Joachim Franke (Neu Wulmstorf) wurden als stellvertretende Vorstände gewählt.

Die Vertreter der inzwischen sechs ADFC Ortsgruppen im Kreis Harburg berichteten von geführten Radtouren, Codieraktion und weiteren Aktivitäten vor Ort. Gerade vor einer Woche wurde die Ortsgruppe in Neu Wulmstorf wieder gegründet.

In diesem Jahr wird das Fahrrad 200 Jahre alt und der ADFC Kreisverband Harburg e.V. hat 25jähriges Jubiläum. Nach einer Sternfahrt aller Ortsgruppen wird am 21. Mai in Hanstedt auf dem Alten Geidenhof gefeiert.

Karin Sager für den ADFC Kreisverband Harburg e.V., 31. Januar 2017

erstellt: Webmaster, 01.02.2017

Darum geht es...

Dankeschön Hotel Sellhorn

Karin Sager bei der Begrüßung - Landesvorsitzender Dieter Schulze hört aufmerksam zu

Erster Kreisrat Kai Uffelmann

Aufmerksame Mitglieder

verfolgen interessiert die Versammlung

"Kleine" Belohnung für die alte und neue Kreisvorsitzende für die geleistete Arbeit

Klaus Boenert verabschiedet sich aus dem Kreisvorstand. Danke Klaus für die geleistete Arbeit

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Antrag des ADFC an die Fraktionen des Kreistages

zur Bereitstellung finanzieller Mittel zur Umsetzung der Ziele des Radverkehrskonzeptes im Landkreis Harburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist allen bekannt, dass die Infrastruktur für Radfahrende im Landkreis Harburg nicht nur schlecht sondern weitreichend katastrophal ist. Der Fokus im Bereich Mobilität wurde bisher rein auf den MIV (motorisierten Individualverkehr) gelegt. In der Folge fehlen benutzbare Radwege zwischen den Orten im Kreis Harburg, Fahrradparkplätze und gute Schutzstreifen innerorts. Die Beschilderung in den Dörfern ist fast überall 30 Jahre oder älter und entspricht nicht den Vorschriften der seit fast 20 Jahren geltenden Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Der Landkreis hat ein Radverkehrskonzept in Auftrag gegeben, das die Mängel und die Erfordernisse für eine bedarfsgerechte Radverkehrsinfrastruktur aufzeigen wird. Es wird eine Prioritätenliste erarbeitet, die dann auch umgesetzt werden muss. Dafür muss Geld bereitgestellt werden.

Der ADFC Kreisverband Harburg e.V. fordert für einen Anschub zur Umsetzung der ersten Maßnahmen eine Bereitstellung von 10 EUR pro Einwohner und Jahr (2017), um die schwersten Schäden (Gefahrenstellen) zu beheben und Baumaßnahmen der höchsten Priorität zu ermöglichen. Zu lange wurde gar nichts repariert. Für die weiteren Jahre sollten jeweils mindestens 6 EUR pro Einwohner zur Verfügung stehen.

Schon der Nationale Radverkehrsplan 2020 des Bundesministeriums schätzt den Mittelbedarf der Kommunen (Städte und Gemeinden) für den Neubau, der Erhaltung und den Betrieb der Infrastruktur auf etwa 6 bis 15 EUR. Bei dem Ziel, einen guten Standard zu erreichen, wird von 8 bis 19 EUR pro Einwohner ausgegangen (Seite 63). Für die Landkreise geht man von einem Bedarf von 1 bis 6 EUR pro Einwohner und Jahr aus, je nach Ausgangsniveau.

Die ausgewiesenen Radwege im Landkreis sind so schlecht, dass sie größtenteils als Gefahrenstellen beschildert sind. Viele Wege sind so schmal, dass nicht mal die Mindestbreite gemäß ERA 2010 erfüllt wird. Wir gehen im Landkreis Harburg damit von einem untersten Ausgangsniveau aus.

Der Landkreis Harburg gehört zur Metropolregion Hamburg. Velorouten aus Hamburg führen bis an die Stadtgrenze. Der Radverkehr in der Stadt nimmt sehr stark zu. Es wird in Hamburg ein Bündnis für Radverkehr angestrebt (http://hamburg.adfc.de/news/hamburg-strebt-buendnis-fuer-den-radverkehr-an/). Alle Signale für umweltfreundliche Mobilität stehen dort auf grün.

Der Landkreis Harburg kann vom Fahrradboom in Hamburg profitieren. Die Hälfte der Städter hat kein eigenes Auto und großes Interesse an komfortablen Radwegen in die Metropolregion. Fahrräder werden immer schneller. Pedelecs und S-Pedelecs werden die Metropolregion erobern, wenn Infrastruktur da ist.

Viele touristische Ziele im Naturpark Rosengarten, in der Lüneburger Heide und an der Elbe können Tagestouristen oder Wochenendtouristen per Fahrrad aus Hamburg anlocken. Es fehlen dafür nur die guten Wege und sichere Fahrradparkplätze. Die Züge des Metronoms bieten komfortable Fahrradwagen, mit denen man weiter in die Region fahren kann. Heide- und Elbshuttle kosten schon Geld und holen erfolgreich Radfahrer in die Region. Wer allerdings in Buchholz, Winsen oder anderen Haltestellen aussteigt und Radwege zu seinen Zielen benutzt wird kaum wieder kommen. Wer sein Ziel dann mehr schlecht als recht erreicht, weiß nicht, wo er sein Fahrrad sicher abstellen kann. Überall findet man riesige Parkplätze für PKW aber gar keine für Fahrräder. So entsteht ein schlechter Ruf, der schwer zu reparieren ist.

Jeder wird die Erfahrung gemacht haben, dass Infrastruktur genutzt wird, wenn sie angeboten wird. Der ADFC Bundesverband hat gerade die Radreiseanalyse der Bundesbürger veröffentlicht, http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/adfc-radreiseanalyse-11-prozent-mehr-radurlauber-. Danach werden bereits 10% der Gesamtinlandsübernachtungen von Radfahrern gebucht, mit steigender Tendenz. Warum soll der Landkreis auf diese Einnahmequelle verzichten?

Ohne Einsatz von Geld wird dies alles nichts. Deshalb bitten wir alle im Kreistag vertretenen Parteien um die Zustimmung zum Antrag des ADFC Kreisverband Harburg e.V.

Gerne möchten wir auf die AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen) hinweisen und empfehlen dort beizutreten (http://www.agfk-niedersachsen.de/). Hier werden kommunale Radverkehrsinteressen verfolgt und Fördermittel akquiriert.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


 

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