Tourenübersicht Kreisverband Harburg e.V.

Sie haben Spaß am Fahrradfahren? Sie interessieren sich für geführte Radtouren in landschaftlich reizvoller Umgebung? Sie möchten wissen, welche ADFC Ortsgruppe wann, wohin und in welcher Länge Radtouren anbietet? Dann schauen Sie auf unseren Öffnet internen Link im aktuellen FensterTerminkalender oder laden Sie sich Leitet Herunterladen der Datei einhier unsere Gesamtübersicht als PDF Datei auf Ihren PC. Aktuelle Tourankündigungen, Touränderungen und Hinweise entnehmen Sie bitte den Seiten der Ortsgruppen.

Wir würden uns freuen, Sie im kommenden Jahr auf unsereren Touren begrüßen zu dürfen.

Radfahren in Buchholz ist sicherer links vom Schutzstreifen!


Grundsätzlich sind wir über die neue Regelung für den Radverkehr in der Lüneburger Straße sehr erfreut, erklärt Karin Sager, die Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Kreisverband Harburg e.V. Bisher mussten Radfahrer auf einem viel zu schmalen und holprigen Fußweg unmittelbar an Ausfahrten zu Grundstücken, teils hinter hohen Hecken versteckt, den Weg mit Fußgängern teilen. Die angelegten Schutzstreifen und die neue Beschilderung als Fußweg zeigen allen Verkehrsteilnehmern eindeutig, dass Radfahrer die Fahrbahn benutzen. Sie fahren unumstritten deutlich sicherer im Sichtbereich der Kraftfahrzeuge.

Allerdings sind wir mit der Anlage dieses neuen Streifens so nicht einverstanden, berichtet Sager. Er ist zu schmal und vor allem ohne den erforderlichen Abstand zu den Parkstreifen angelegt. Die Hindernisse, wie parkende Autos auf dem Streifen, können durch Kontrollen abgeschafft werden. Die Gefahr, die hier aber von sich öffnenden Autotüren ausgeht, ist gar nicht bedacht worden. In der Rechtsprechung hat sich gefestigt, dass Radfahrer von parkenden Autos einen Abstand von 1,00 bis 1,20 Meter einhalten sollten. Hier würde es bedeuten, dass sicheres Radfahren nur links vom Schutzstreifen stattfinden kann.

Ein weiterer Missstand ist die Breite des Schutzstreifens. Er ist so schmal, dass Radfahrer Gefahr laufen mit beinahe Null Abstand vom Kraftverkehr überholt zu werden. Dies fördert nicht die Sicherheit. Neue Gefahren werden eigentlich grundlos geschaffen.

Warum ist der Streifen nicht einen Meter breiter? Autofahrer fahren bei Gegenverkehr ohnehin mit auf dem Streifen. Wenn Radfahrer da sind, werden sie hinterherfahren, bis ein gefahrloses Überholen möglich ist. Ein breiterer Streifen würde Radfahrer besser schützen und mehr Sicherheit geben. Auf jeden Fall würde das Verleiten zum Überholen eines Radfahrers bei Gegenverkehr verhindert werden.

Förderung des Radverkehrs sieht anders aus. In den Städten muss der vorhandene Platz neu aufgeteilt werden. Das Auto wird Flächen verlieren müssen, um sichere Fahrradführung zu ermöglichen. Buchholz versucht hier gerade, dem Auto alle Breite zu lassen und den ansteigenden Radverkehr irgendwie dazwischen zu schummeln. Der Weg zur umweltfreundlichen Mobilität braucht Mut, den Radfahrer in die Mitte zu holen und nicht an den Rand zu drängen.

Karin Sager, Vorsitzende ADFC Kreisverband Harburg e.V. im September 2016

veröffentlicht: Webmaster, 23.09.2016

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Der neue Fahrradklimatest startet am 1. September

Auch im Landkreis Harburg geht es um die Frage: „Hat Dein Wohnort ein Herz fürs Rad?“ 

Der ADFC Kreisverband Harburg e.V. bittet seine Mitglieder für die bundesweite Umfrage an alle Radfahrer zu werben und mitzumachen. Politik und Verwaltung bekommen so lebensnahe Rückmeldung zu Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung vor Ort. Die Befragung zur Fahrradfreundlichkeit der Kommunen wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Zusammenarbeit mit dem ADFC begleitet und gefördert. Im Frühjahr 2017 findet eine Auszeichnung der Gewinner statt. 

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium: „Wir wollen das Radfahren noch attraktiver und sicherer machen, um damit mehr Menschen zum Umstieg zu motivieren – im Alltag und in der Freizeit. Unser Ziel ist es, die Förderung von Projekten weiter zu verbessern. Deswegen wollen wir wissen, wie die Bürger über die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstädte denken. Ich rufe alle Radfahrbegeisterten dazu auf, sich am Fahrradklima-Test zu beteiligen.“ 

ADFC-Bundesvorstand Ludger Koopmann ergänzt: „Der Fahrradklima-Test hat sich als Zufriedenheits-Index der Radfahrer bestens bewährt. Immer mehr Städte haben entdeckt, dass Fahrradfreundlichkeit ein echter Standortfaktor und ein Synonym für Lebensqualität geworden ist. Wir wünschen uns, dass in diesem Jahr noch mehr Menschen mitmachen – und dass wir bei der Siegerehrung ein paar Überraschungsgäste auf dem Treppchen sehen!“ 

Macht Radfahren in Ihrem Wohnort Spaß?

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt - beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege von Falschparkern freigehalten und im Winter geräumt werden und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt. Mehr als 100.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2014 mitgemacht und die Situation in 468 Städten in ganz Deutschland beurteilt. 2016 will der ADFC die Beteiligung und die Anzahl der bewerteten Städte noch einmal deutlich erhöhen. 

Ab 1. September bewerten!

Die Umfrage findet zwischen 1. September und 30. November 2016 über die Internetseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fahrradklima-test.de statt. 

Der ADFC Kreisverband Harburg e.V. ist mit mehr als 800 Mitgliedern die Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer im Landkreis Harburg. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad und engagiert sich für die konsequente Förderung des Radverkehrs in der Metropolregion im Süden Hamburgs. 

Karin Sager, Vorsitzende ADFC Kreisverband Harburg e.V. im August 2016

erstellt: Webmaster, 24.08.2016

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Antrag des ADFC an die Fraktionen des Kreistages

zur Bereitstellung finanzieller Mittel zur Umsetzung der Ziele des Radverkehrskonzeptes im Landkreis Harburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist allen bekannt, dass die Infrastruktur für Radfahrende im Landkreis Harburg nicht nur schlecht sondern weitreichend katastrophal ist. Der Fokus im Bereich Mobilität wurde bisher rein auf den MIV (motorisierten Individualverkehr) gelegt. In der Folge fehlen benutzbare Radwege zwischen den Orten im Kreis Harburg, Fahrradparkplätze und gute Schutzstreifen innerorts. Die Beschilderung in den Dörfern ist fast überall 30 Jahre oder älter und entspricht nicht den Vorschriften der seit fast 20 Jahren geltenden Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Der Landkreis hat ein Radverkehrskonzept in Auftrag gegeben, das die Mängel und die Erfordernisse für eine bedarfsgerechte Radverkehrsinfrastruktur aufzeigen wird. Es wird eine Prioritätenliste erarbeitet, die dann auch umgesetzt werden muss. Dafür muss Geld bereitgestellt werden.

Der ADFC Kreisverband Harburg e.V. fordert für einen Anschub zur Umsetzung der ersten Maßnahmen eine Bereitstellung von 10 EUR pro Einwohner und Jahr (2017), um die schwersten Schäden (Gefahrenstellen) zu beheben und Baumaßnahmen der höchsten Priorität zu ermöglichen. Zu lange wurde gar nichts repariert. Für die weiteren Jahre sollten jeweils mindestens 6 EUR pro Einwohner zur Verfügung stehen.

Schon der Nationale Radverkehrsplan 2020 des Bundesministeriums schätzt den Mittelbedarf der Kommunen (Städte und Gemeinden) für den Neubau, der Erhaltung und den Betrieb der Infrastruktur auf etwa 6 bis 15 EUR. Bei dem Ziel, einen guten Standard zu erreichen, wird von 8 bis 19 EUR pro Einwohner ausgegangen (Seite 63). Für die Landkreise geht man von einem Bedarf von 1 bis 6 EUR pro Einwohner und Jahr aus, je nach Ausgangsniveau.

Die ausgewiesenen Radwege im Landkreis sind so schlecht, dass sie größtenteils als Gefahrenstellen beschildert sind. Viele Wege sind so schmal, dass nicht mal die Mindestbreite gemäß ERA 2010 erfüllt wird. Wir gehen im Landkreis Harburg damit von einem untersten Ausgangsniveau aus.

Der Landkreis Harburg gehört zur Metropolregion Hamburg. Velorouten aus Hamburg führen bis an die Stadtgrenze. Der Radverkehr in der Stadt nimmt sehr stark zu. Es wird in Hamburg ein Bündnis für Radverkehr angestrebt (http://hamburg.adfc.de/news/hamburg-strebt-buendnis-fuer-den-radverkehr-an/). Alle Signale für umweltfreundliche Mobilität stehen dort auf grün.

Der Landkreis Harburg kann vom Fahrradboom in Hamburg profitieren. Die Hälfte der Städter hat kein eigenes Auto und großes Interesse an komfortablen Radwegen in die Metropolregion. Fahrräder werden immer schneller. Pedelecs und S-Pedelecs werden die Metropolregion erobern, wenn Infrastruktur da ist.

Viele touristische Ziele im Naturpark Rosengarten, in der Lüneburger Heide und an der Elbe können Tagestouristen oder Wochenendtouristen per Fahrrad aus Hamburg anlocken. Es fehlen dafür nur die guten Wege und sichere Fahrradparkplätze. Die Züge des Metronoms bieten komfortable Fahrradwagen, mit denen man weiter in die Region fahren kann. Heide- und Elbshuttle kosten schon Geld und holen erfolgreich Radfahrer in die Region. Wer allerdings in Buchholz, Winsen oder anderen Haltestellen aussteigt und Radwege zu seinen Zielen benutzt wird kaum wieder kommen. Wer sein Ziel dann mehr schlecht als recht erreicht, weiß nicht, wo er sein Fahrrad sicher abstellen kann. Überall findet man riesige Parkplätze für PKW aber gar keine für Fahrräder. So entsteht ein schlechter Ruf, der schwer zu reparieren ist.

Jeder wird die Erfahrung gemacht haben, dass Infrastruktur genutzt wird, wenn sie angeboten wird. Der ADFC Bundesverband hat gerade die Radreiseanalyse der Bundesbürger veröffentlicht, http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/adfc-radreiseanalyse-11-prozent-mehr-radurlauber-. Danach werden bereits 10% der Gesamtinlandsübernachtungen von Radfahrern gebucht, mit steigender Tendenz. Warum soll der Landkreis auf diese Einnahmequelle verzichten?

Ohne Einsatz von Geld wird dies alles nichts. Deshalb bitten wir alle im Kreistag vertretenen Parteien um die Zustimmung zum Antrag des ADFC Kreisverband Harburg e.V.

Gerne möchten wir auf die AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen) hinweisen und empfehlen dort beizutreten (http://www.agfk-niedersachsen.de/). Hier werden kommunale Radverkehrsinteressen verfolgt und Fördermittel akquiriert.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


 

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Radwegschäden im Landkreis Harburg gefährden Radfahrer

Der ADFC Kreisverband Harburg e.V. fordert die Beseitigung der erheblichen Radwegschäden im Landkreis.

Es ist beinahe egal, welchen Radweg man außerorts befährt. Mit nur wenigen Ausnahmen kann man andere Orte nur über ausgewiesene Gefahrenstellen erreichen.

Dieser Zustand widerspricht der vom Landkreis angegeben Förderung des Radverkehrs und bedeutet Gefahr für alle Radfahrenden.

Fraglich ist hier die rechtliche Situation. Darf eine Benutzungspflicht für Radfahrer auf Gefahrenstellen überhaupt angeordnet werden.

Wir meinen „NEIN“.  

Es sind nicht nur die Wege der sog. Alltagsradler betroffen. Viele der schadhaften Strecken sind Anfahrtsrouten zu touristischen Wegen oder auch touristische Wege. Die Gastronomie in der Nordheide bietet Fahrradmietsysteme an. Viele Touristen kommen mit teuren Pedelecs und können diese Wege nicht sicher befahren. Unfälle und Unzufriedenheit bei den Gästen sind vorprogrammiert. Pedelecs fahren schneller und benötigen glatte und breite Wege.

Die Anzahl der Radfahrer steigt ohnehin in der Metropolregion, massiv unterstützt durch die große Zahl von Flüchtlingen, die Fahrräder zur Verfügung haben.

Wir sehen hier ein Problem, das unter hoher Priorität in Angriff genommen werden muss. Alle Teile des Landkreises sind betroffen.

Weitere Links zum Thema:

- Öffnet externen Link in neuem FensterFörderung des Radverkehrs in Landkreis Harburg

- Öffnet externen Link in neuem FensterVerfall des Radwegenetzes (Quelle: shz.de)

- Öffnet externen Link in neuem FensterADFC Diepholz


© 2016 ADFC Kreis Harburg


    Neues aus dem KV


  • Radfahren in Buchholz
    ist sicherer
    links vom Schutzstreifen!

  • ADFC Fahrradklimatest 2016
    startet am 01.09.2016,
    nehmen Sie teil und bewerten Sie Ihre Kommune

  • Pressemitteilung OG Winsen
    Amazon in Winsen
    erfordert Infrastruktur für Fahrräder

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