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Geschrieben von: Winsener Anzeiger - 25. September 2010
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Planungsausschuss gibt ein klares Ja für Baumaßnahmen
Fahrradfahrer in Winsen werden in Zukunft weniger gefährdet
Für das Radverkehrsentwicklungkonzept entschieden sich in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Winsen alle Fraktionen einstimmig. Michael Zidorn, Leiter, des Einsatz- und Streifendienstes in Winsen, begrüßt diese Entscheidung, mit der er so nicht gerechnet hatte. Denn bis zuletzt hatten sich die Politiker mit den notwendigen Investitionen von 2.300.000 Euro bis zum Jahr 2018 nicht anfreunden können. Doch den Fakten, die Zidorn im Ausschuss vorlegte, konnten sie sich nicht entziehen.
Im Jahr 2007 verletzten sich 197 Personen im Straßenverkehr im Stadtgebiet und den dazugehörigen Ortsteilen, 56 waren Radfahrer. 2008 verunglückten 181 Personen, darunter 57 Radfahrer. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Verletzten auf 236 Personen an, 60 waren Radfahrer. Die Dunkelziffer sei wesentlich höher als im motorisierten Bereich, erklärte der Polizeibeamte.
Durch eine optimale Verkehrsraumgestaltung könne die jährliche Zahl der Verletzten um 35 Prozent gesenkt werden, sagte Zidorn. Er lobte, dass die Stadt eines der renommiertesten Planungsbüros engagiert habe. Priorität hätten Schulwege und Unfallschwerpunkte.
Insbesondere die Einrichtung von Schutzstreifen auf der Fahrbahn begrüßt die Polizei. So sollen Radfahrer, die auf der Lüneburger Straße in Richtung Borstel unterwegs sind, künftig nicht mehr auf dem linken Rad-und Fußweg fahren, sondern rechts auf der Straße. Linksfah- rende Radfahrer würden an Einmündungen oft übersehen, berichtet Zidorn aus der Statistik. Auch wenn das subjektive Sicherheitsempfinden auf der Straße fahrender Radfahrer etwas anderes sagt, ist sich Zidorn sicher: „Die Unfallzahlen werden sinken". Jetzt gehe es darum, die 100 geplanten Einzelmaßnahmen zu überprüfen und umzusetzen.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. September 2010 um 07:47 Uhr |