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Geschrieben von: Jens-Rüdiger Stoltz, Winsener Anzeiger vom 12. November 2010   

Bedarf ist noch größer — Kurzzeitparkplätze verschwinden

 

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Wo jetzt noch Kurzzeitparkplätze vorhanden sind, soll demnächst ein Fahrrad-Unterstand gebaut werden. Erhalten werden zwei Parkplätze für Bahnmitarbeiter. Foto: dig
Die Kurzzeitparkplätze am Steller Bahnhof zwischen Gleisanlage und Straße Uhlenhorst sollen verschwinden. Sie sollen durch einen Fahrrad-Unterstand ersetzt werden, der Raum für 40 Fahrräder bietet. Diese Empfehlung trafen die Mitglieder des Bau-, Umwelt-und Verkehrsausschusses im Gemeinderat Stelle jetzt während ihrer Sitzung im Rathaus. Die Kosten betragen rund 16000 Euro. Pflaster und Beleuchtung sind bereits vorhanden. Die Maßnahme soll zügig verwirklicht werden.
Bauamtschef Robert Isernhagen skizzierte die Situation: Die für den Bahnhof erweiterte Park-and-Ride-Anlage am Peneliweg wird von Pendlern, die vom Pkw auf den Zug umsteigen, gut genutzt. Ziel der Erweiterung war unter anderem auch, diesen Pendlerverkehr aus den benachbarten Straßenzügen herauszuholen und zum Parkplatz zu führen.

„Wo aber bleiben die Radfahrer?" fragte Isernhagen. Derzeit können rund 120 Pendler, die mit dem Rad zum Bahnhof kommen, ihre Fahrräder dort abstellen. Der Bedarf sei aber viel größer, sagte der Bauamtschef, der sich auf die Ergebnisse vieler Gespräche mit Bürgern bezog. Viele Gesprächspartner hätten signalisiert, bei vernünftigen Abstellmöglichkeiten den Bahnhof ebenfalls mit dem Rad anfahren zu wollen.

„Und die Radfahrer sollten möglichts dicht an den Bahnhof ran", sagte der Chef des Steller Bauamtes. Es sei nicht auszuschließen, dass die Bahn der Gemeinde irgendwann einmal den benachbarten vorhandenen Unterstand zu einem symbolischen Preis zum Kauf anbietet.

Immerhin sei es derzeit Politik der Bahn, sich von Infrastruktureinrichtungen zu trennen. In diesem Fall könne man auf eine gute Kombination beider Anlagen setzen. Schon jetzt habe die Bahn die Deckenverkleidung des vorhandenen Unterstandes abreißen lassen. Den Grund habe bislang auch die Gemeinde noch nicht in Erfahrung bringen können, bedauerte Bauamtschef Isernhagen.
Der neue Fahrrad-Unterstand soll überdacht werden und mit Anlehnbügeln ausgerüstet werden. Kurzzeitparkplätze stehen nach Isernhagens Darstellung weiterhin zur Verfügung — und zwar am Fahrbahnrand parallel zum Gehweg entlang des Bahnhofs und des neuen Fahrrad-Unterstandes.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 14. Januar 2011 um 13:19 Uhr
 
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