Heideshuttle Ring 3 – eine Tour zeigt das Wahrzeichen der Nordheide – 23 Mal!

Am 8.8.2018 haben wir mit dem Heideshuttle den Ring 3 von Asendorf bis Buchholz befahren. Es ist fast die ganze Runde. Interessiert haben uns die Radwege, die diese Orte verbinden und die radfahrenden Heidegäste im Landkreis Harburg von den Shuttle-Haltestellen in die nähere Umgebung bringen sollen.

Ergebnis vorweg: Wir waren sehr erschrocken!
Das prägende Bild für den Blick aus dem Bus ist das Verkehrszeichen Nr. 101
(Gefahrenstelle) mit dem Zusatz „Radwegschäden“.

Das ist also das Wahrzeichen der Nordheide – jedenfalls für Radfahrer

Eine Liste der aufgestellten Schilder und weitere Anmerkungen zur Verkehrsführung folgen hier:

  1. Asendorf unzulässige Benutzungspflicht auf schmalen Fußwegen
  2. Asendorf – Dierkshausen 101 + Geh- und Radwegschäden
  3. Dierkshausen unzulässige Benutzungspflicht auf schmalen Fußwegen
  4. Dierkshausen – Hanstedt 101+ Geh- und Radwegschäden, zweites 101 + Radwegschäden
  5. Nindorf 101 + Radwegschäden obwohl kein Radweg da ist zweites 101+ Geh- und Radwegschäden
  6. Nindorf Tierpark – Garlstorf 101 + Radwegschäden
  7. Garlstorf unzulässige Benutzungspflicht auf schmalen Fußwegen
  8. Garlstorf – Gödenstorf 101 + Radwegschäden
  9. Oelstorf 101 + Radwegschäden obwohl kein Radweg da ist
  10. Salzhausen – Eyendorf Schild „Benutzungspflicht“ muss versetzt werden
  11. Eyendorf – Lübberstedt 101 + Radwegschäden, zweites 101 + Radwegschäden
  12. Lübberstedt – Egestorf 101 + Radwegschäden, zweites 101 + Radwegschäden
  13. Egestorf – Schätzendorf 101 + Radwegschäden
  14. Schätzendorf – Undeloh 101 + Radwegschäden
  15. Undeloh – Wesel 101 + Radwegschäden, zweites 101 + Radwegschäden
  16. Wesel – Schierhorn 101 + Radwegschäden
  17. Schierhorn – Holm 101 + Radwegschäden, zweites 101 + Radwegschäden
  18. Holm – Holm-Seppensen 101 + Radwegschäden
  19. Holm – Seppensen unzulässige Benutzungspflicht auf schmalen Fußwegen
  20. Holm-Seppensen – Sprötze 101 + Radwegschäden, zweites und drittes 101 + Radwegschäden, Radweg über weite Strecken voll Pferdemist
  21. Buchholz keine fahrradfreundliche Infrastruktur im ganzen Ort

Fazit:
Im Landkreis Harburg fehlt es also nicht an Geld für die Beschilderung von Gefahrenstellen. Auf dieser kleinen Runde im Ring 3 des Heideshuttle-Betriebes stehen immerhin 23 Schilder 101 „Gefahrenstelle“ mit Zusatzschildern – ein trauriges Bild.

Alle betroffenen Wege sind benutzungspflichtige Radwege, was außer Orts mit Sicherheit sinnvoll ist. Aber nur dann, wenn sie befahrbar wären, ohne dass Radfahrer sich behördlich vorgeschrieben in Gefahrenstellen begeben müssen.

Es hat den Anschein, als wären diese Wege vor vielen Jahrzehnten angelegt, teils bestehen sie aus inzwischen verkanteten Betonplatten, sind seitlich von Begleitgrün überwachsen, haben viele Aufbrüche oder Trichterrillen. Eine Pflege oder Reparatur der schlechten Oberflächen ist nicht zu erkennen. Dem Anschein nach hat man immer nur mehr und neue Schilder aufgestellt. Dies gilt für die meisten Landes- und Kreisstraßen.

Uns stellen sich viele Fragen: Warum werden vom Land bereitgestellte finanzielle Mittel für den Radverkehr nicht in ausreichendem Maße abgerufen? Warum bleiben diese schadhaften Wege einfach unbeachtet? Warum gibt es keine Radwegkontrolle auf Fahrrädern?

Man sieht jeden Tag die orangen Autos der Straßenkontrolle fahren. Wird da aus dem Fenster auf den Radweg geguckt? Wer hat die Schäden festgestellt, so dass die Radwege mit den Gefahrenstellenschildern zugepflastert werden? Werden diese Schilder vielleicht sogar an allen Radwegen pauschal aufgestellt, um die Verkehrssicherungspflicht zu vermindern?

Auf die Idee, dieser Sache auf den Grund zu gehen, sind wir gekommen, weil die IHK gerade veröffentlicht hat, dass der Tourismus, d.h. die Zahlen der Übernachtungen im Landkreis Harburg abgenommen hat (-1%), während die Übernachtungen in den anliegenden Landkreisen Lüneburg (+6,4%) und im Heidekreis (+16,1%) zugenommen haben.

Im Hinterkopf hatten wir noch, dass man die geringeren Nutzerzahlen des Heideshuttle in 2017 auf das Wetter geschoben hat. Für uns ergibt sich eine andere Folgerung. Der Fahrradtourismus boomt, aber woanders. Bei guter Infrastruktur kommen viele Urlauber, Restaurants und Hotels werden neu belebt. Die Nutzer der Alltagsrouten erhöhen sich deutlich, wenn die Wege für die Radfahrer sicher und komfortabel zu befahren sind. Viele Wege im Heidekreis sind besser als die im Landkreis Harburg.

Wer soll denn hier mit seinem Rad aus dem Shuttlebus aussteigen, um am Ortsende gleich das Gefahrenstellenschild vorzufinden? Das trifft Radfahrer im Landkreis Harburg auf fast allen Radwegen außer Orts.

Es spricht sich rum. Leute reden bereits davon, dass sie in den Landkreis Harburg nicht zum Radfahren wieder kommen. Hamburg, die große Metropole in unmittelbarer Nachbarschaft, ja sogar in Fahrradentfernung, erneuert die Infrastruktur für den Radverkehr erheblich. Es bleibt zu hoffen, dass nicht alle Velorouten an der Landesgrenze enden und hier weiterhin nur Parkplätze und neue Straßen für noch mehr Autos die Köpfe der Entscheider blockieren.

Dann sollte man langsam anfangen, Großraumparkplätze an der Hamburger Grenze zu bauen, denn in vielleicht schon absehbarer Zeit, wird man in der Stadt keinen Parkraum für private Autos mehr finden. Menschen, die in den Metropolen ohne Auto leben, wehren sich immer intensiver gegen parkende Blechkarawanen im urbanen Lebensraum.

Der Umstieg auf das Fahrrad und/oder den ÖPNV ist nicht so schnell möglich, wenn das nicht umfassend vorbereitet wird. Erforderliche Kapazitäten und Infrastruktur dafür muss jetzt vorbereitet werden. Der Radverkehr ist ein mächtiger Baustein auf dem Weg in eine Zukunft mit nachhaltiger Mobilität.

Eine kleine Runde mit unserem Heideshuttle lässt diese Missstände im Landkreis Harburg deutlich erkennen.

Karin Sager im August 2018, Tel. 04185 80 89 59 (ADFC Infoladen in Brackel)

eingestellt: Webredakteur Hanstedt, 15.08.2018

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Geisterradfahrer - ein Problem, das alle Radfahrer angeht!

Vielen erscheint es als Lappalie, wenn sie mal eben kurz mit dem Fahrrad auf dem Radweg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs sind, doch für die Polizei ist genau das eine immer wiederkehrende Unfallursache.

Leitet Herunterladen der Datei einweiterlesen..Quelle: Bericht aus Landeszeitung Lüneburg vom 18.07.2018 

eingestellt: Webredakteur Hanstedt, 20.07.2018

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Radfahrer auf dem Fußweg - Das kann auch bei uns geschehen

Quelle: "Hannoversche Allgemeine" (HAZ) 24.04.2018 haz.de

Öffnet externen Link in neuem FensterBericht im Internet:

Großburgwedel

Eine 60 Jahre alte Pedelec-Fahrerin ist am Dienstagmittag an der Straße Am Mühlenfeld in Großburgwedel mit einem Mercedes kollidiert und dabei schwer verletzt worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte die Frau aus Isernhagen gegen 12 Uhr mit ihrem Pedelec – einem Elektrofahrrad, bei dem der Fahrer von einem Elektroantrieb nur unterstützt wird, wenn er gleichzeitig in die Pedale tritt – verbotenerweise den rechten Gehweg in Richtung der Kokenhorststraße befahren.

Nachdem sie die Straße Mühlenhagen passiert hatte, bemerkte die 60-Jährige zu spät, dass ein 82 Jahre alter Autofahrer mit seinem Mercedes E-Klasse vorwärts aus einer Grundstückszufahrt fuhr. Trotz einer sofortigen Vollbremsung des Mannes  konnte er einen Zusammenstoß mit der noch ausweichenden Frau nicht mehr verhindern. Die Isernhagenerin stürzte auf die Straße und zog sich dabei schwere Verletzungen zu – dem Vernehmen nach besteht der Verdacht auf Rippenbrüche. Ein Rettungswagen transportierte die 60-Jährige zur stationären Behandlung in eine Klinik. Den Schaden am Wagen und am Pedelec schätzt die Polizei auf rund 2000 Euro.

Von Frank Walter

Quelle: haz.de
eingestellt: Webredakteur Hanstedt, 27.04.2018

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Kreiszeitung Wochenblatt Nordheide Elbe&Geest vom 10. Februar 2018 Leserbrief zum Thema: Das ist viel zu gefährllch - Radfahren in Eckel und Klecken

Seit 1997 ist das Fahrrad ein Fahrzeug § 2 (4) StVO und gehört damit auf die Straße. Aber dieser Eintrag in die StVO hat niemanden interessiert. Schon ab diesem Zeitpunkt hätten entsprechende Maßnahmen in der Infrastruktur durchgeführt werden können. Stattdessen wurde einseitig der Ausbau der Straßen vorangetrieben. Im Jahre 2010 hat das Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht bestätigt. Nur bei Gefahrenlage darf eine Radwegbenutzungspflicht auf ausreichend breiten Radwegen angeordnet werden. Auch danach änderte sich nichts in der Politik und der Verwaltung an den Prioritäten der baulichen Entwicklung.

Letztes Jahr feierte das Fahrrad seinen 200. Jahrestag - das zeigt auch die Entwicklung in Innovation und Leistungsfähigkeit eines Fahrrades. Es ist schneller geworden, teilweise mit elektrischem Antrieb ausgestattet (Pedelec) und wird häufiger genutzt. Großstädte fördern den Fahrradverkehr in dem Fahrradstraßen, getrennte Radwege parallel zur Straße gebaut werden. Doch in einem verträumten, rückständigen Landkreis ist man noch im gelobten Autoland. Jetzt treten Asterix und Obelix auf (Karin Sager und der ADFC). Der Knüppel (das Wochenblatt) muß her um diesen Gegner zum Schweigen zu bringen.

Die Zeiten haben sich geändert. Der Fortschritt ist eingekehrt. Luftverschmutzung, Bodenverseuchung sind plötzlich Thema. Nikotinoide, Glyphosat, resistente Keime in Badeseen in Niedersachsen, Dieselskandal, Fahrverbote, Klimawandel bestimmen die Schlagzeilen.

Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Ist nicht ein Umdenken erforderlich?

Überall brodelt es - Winsen (klagt über zu wenig Kunden), Buchholz (möchte eine Ortsumfahrung - erst wenn das Verkehrsproblem gelöst ist werden neue Wohnungen gebaut. Neu ist, dass auch Luftverschmutzung auftritt), Neu Wulmstorf, Eckel und Klecken haben Probleme mit Radfahrern, die auf die Straße ausweichen müssen.

Luft und Wasser sind notwendig für unser aller Leben - und diese Eckpfeiler unserer Existenz müssen erhalten werden. Ein Umdenken muß erfolgen! Und umdenken ist Wende: Klimawende - Verkehrswende - Mobilitätswende. Unser Thema Radverkehr ist nur ein kleiner Beitrag einer Wende - zeigt aber die Problematik auf.

Mit freundlichen Grüßen aus Hanstedt

Gerhard Hahn

eingestellt: 13.02.2018

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Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen der Samtgemeinde Hanstedt am Mo, 08.01.2018, 19:00 Uhr Ort: 21271 Hanstedt, Buchholzer Str. 1, Alter Geidenhof

Auf der Tagesordnung sind u.a. folgende Anträge vorgesehen:

TOP Ö 10: Antrag SPD: Geschwindigkeitsreduzierung Tempo-30 Buchholzer Straße, Hanstedt (K 55)

Die Gemeinde Hanstedt beauftragt die Verwaltung, mit dem Straßenbaulastträger der  Kreisstraße K55 (Landkreis Harburg) in der Buchholzer Straße eine Erweiterung der Verkehrsberuhigung („Tempo 30 Strecke“) vom Schulkomplex bis zur Einmündung in die Harburger Straße (Alter Geidenhof) einzuführen."

Der ADFC, OG Hanstedt-Salzhausen stimmt diesem Antrag zu. Die Buchholzer Straße weist in diesem Abschnitt viele Gefahrenpunkte auf:

1. ein fehlender Fußweg hinter der Einmündung Alte Schulstraße
2. Fußgängerüberweg vor der Einmündung der Straße Bei der Kirche
3. Schlechte Sicht zur Einmündung in die Straße Bei der Kirche
4. Kreuzungsverkehr von der Straße Bei der Kirche zur Straße Am Ehrenmal. Hier ist bereits ein Spiegel zur besseren Sicht aufgestellt.
5. Zusätzlich ist die Ausfahrt der Freiwilligen Feuerwehr Hanstedt in diesem Streckenabschnitt.
6. Zum Schutze des Radverkehrs ist eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit auf 30 Kmh ebenfalls angebracht.

TOP Ö 11: Antrag SPD: Geschwindigkeitsreduzierung Tempo-30 Dorfstraße, Quarrendorf (L215)

Die Gemeinde Hanstedt beauftragt die Verwaltung, mit dem Straßenbaulastträger der Landesstraße L 215 im Bereich des Kinderspielkreises (Dorfgemeinschaftshaus) eine Verkehrsberuhigung (Tempo 30-Strecke) einzuführen."

Auch dieser Antrag findet die Zustimmung des ADFC.

eingestellt: Webredakteur Hanstedt, 02.01.2018

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Radwegbenutzungspflicht in Marxen aufgehoben

In Marxen wurde jetzt die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben. Das nachstehende Verkehrszeichen wurde vom Bauhof entfernt. Somit ist das Radfahren auf der Straße freigegeben.

Der ADFC begrüßt diese Maßnahme. Die Benutzung der Fahrbahn mit dem Fahrrad in den Gemeinden erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Radfahrende befinden sich im Sichtbereich der Kraftfahrzeuge und Fußgänger sind getrennt vom fahrenden Verkehr viel sicherer unterwegs.

Zeichen 240
Zeichen 240
Gemeinsamer Geh- und Radweg

Ge- oder Verbot

  1. Der Radverkehr darf nicht die Fahrbahn, sondern muss den gemeinsamen Geh- und Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht).
  2. Anderer Verkehr darf ihn nicht benutzen.
  3. Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines gemeinsamen Geh- und Radwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgänger- und Radverkehr Rücksicht nehmen. Erforderlichenfalls muss der Fahrverkehr die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen.

     

    Gerhard Hahn ADFC Ortsgruppe Hanstedt-Salzhausen im August 2017

    eingestellt: 30.08.2017 Webredakteur Hanstedt

Marxen ohne Schild 240 Radwegebenutzungspflicht Foto: K. Sager

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Aktuelle Diskussion in der Presse: Radfahrer auf die Straße?

Am 10. Juli 2017 veröffentlichte der Winsener Anzeiger unter der Rubrik  "LESERFORUM" unter dem Titel: Radfahrer auf die Straße u.a. nachstehende Zuschrift:

Im Mischverkehr gut sichtbar

Es wird nicht nur in Stelle so kommen, sondern überall werden Radfahrer innerhalb von Ortschaften die Fahrbahn benutzen dürfen. Dies ist bereits gesetzlich vorgeschrieben seit 1997!
Im Landkreis Harburg stehen immer noch Schilder für die Radverkehrsführung, die schon 1992 aus dem Verkehrszeichenkatalog verschwunden sind (Beispiel: Gemeinsamer Geh- und Radweg mit dem Fahrrad oben und dem Fußgänger unten).
Der Staat schreibt doch nicht seinen Bürgern ab zehn Jahren vor, die Fahrbahn zu benutzen, um sie alle zu gefährden. Ganz im Gegenteil, die Unfallforschung erklärt schon fast 40 Jahre lang, dass Radfahrer im Mischverkehr am sichersten unterwegs sind, weil sie gesehen werden.
Genau dies unterstützt der ADFC. Wer auf dem Fußweg fahren möchte, kann doch nicht den Erhalt gesetzwidriger Zustände verlangen. Er muß in den Kommunen fordern, die Wege so herzustellen (Mindestbreite 2,50 Meter), dass die Verkehrsbehörde das Radfahren auf dem Gehweg freigeben kann.
Wer dort Rad fährt, muss aber auch die Regeln einhalten und mit maximal sieben Stundenkilomertern unter höchster Rücksichtnahme auf Fußgänger sehr vorsichtig fahren.
Räder werden schneller und vor allem Pedelecs sollten immer die Fahrbahnbenutzen. Das erhöht die Sicherheit für alle.
Unterstützen Sie den ADFC und fordern Sie mit uns sichere Fahrradinfrastruktur und außerorts gut befahrbare Radwege.

Karin Sager

eingestellt: Webredakteur Hanstedt, 16.07.2017

 

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Samtgemeinde Hanstedt - Verkehrsführung Radfahrer

Am 15. Februar hatte Hasso-Ernst Neven, Vorsitzender der ADFC Ortsgruppe Hanstedt-Salzhausen eingeladen zu einer Rundtour durch die Gemeinde Hanstedt. Mit dabei waren Horst-Elert Stödter von der Verwaltung, Karin Sager vom ADFC Kreisverband und Gerhard Hahn, stellvertretender Vorsitzender der ADFC Ortsgruppe.

Begutachtet wurden hauptsächlich die Ortsdurchfahrten mit besonderem Blick auf die Verkehrsführung für Radfahrende. Es soll versucht werden, Radwege so zu führen, dass die Benutzer nicht automatisch auf den Fußwegen ins Ortsinnere weiterfahren. Als kostengünstige und deutlich sichtbare Unterstützung wurde vorgeschlagen, an allen Ortseinfahrten Fahrradpiktogramme auf die Fahrbahn zu bringen. Rad- und Autofahrer sehen gleichermaßen, wo gefahren werden soll.

In Ollsen und Nindorf stehen an den Fußwegen noch immer blaue Schilder, die Radfahrende auf diese sehr schlechten Wege zwingen.

Zeichen 240
Zeichen 240
Gemeinsamer Geh- und Radweg

Ge- oder Verbot

  1. Der Radverkehr darf nicht die Fahrbahn, sondern muss den gemeinsamen Geh- und Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht).
  2. Anderer Verkehr darf ihn nicht benutzen.
  3. Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines gemeinsamen Geh- und Radwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgänger- und Radverkehr Rücksicht nehmen. Erforderlichenfalls muss der Fahrverkehr die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen.

Fußwege, besonders linksseitige Fußwege sind für Radfahrer/innen große Gefahrenstellen. An Grundstücksausfahrten oder einmündenden Nebenstraßen lauert die Gefahr, durch den Kraftverkehr einfach übersehen zu werden. Schwere Unfälle sind die Folge und kommen leider sehr häufig vor. Innerhalb von Ortschaften dürfen diese Schilder seit Jahren nur dann aufgestellt werden, wenn eine Begründung dafür vorliegt. Es muss nachweislich das Radfahren auf der Fahrbahn zu gefährlich sein. In keinem unserer Ortsteile besteht allerdings so eine Gefahrensituation. Die Verkehrsdichte ist viel zu gering, um Radfahrende auf Nebenanlagen zu zwingen, zumal diese Wege nicht dem erforderlichen technischen Stand entsprechen.

Wer auf Fußwegen unterwegs ist, geht ein hohes Risiko ein. Gerade wurde ein elfjähriges Kind vom Oberlandesgericht Hamm zum vollen Schadensersatz verurteilt, weil es auf dem linken Fußweg unterwegs war und eine Radfahrerin in Querverkehr zum Stürzen gebracht hat. Öffnet externen Link in neuem FensterSiehe Urteil OLG Hamm:

Fazit: Diese Beschilderung ist nicht mehr zulässig und sollte entfernt werden.

Die Benutzung der Fahrbahn mit dem Fahrrad in den Gemeinden erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Radfahrende befinden sich im Sichtbereich der Kraftfahrzeuge und Fußgänger sind getrennt vom fahrenden Verkehr viel sicherer unterwegs.

Die ADFC Ortsgruppe Hanstedt-Salzhausen bietet Hilfestellung an. Wir fahren mit Ihnen durch die Samtgemeinde und durch den Landkreis nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung. Schauen Sie auf unseren Öffnet externen Link in neuem FensterTourenplan: und besuchen Sie unseren Stammtisch, um weitere Fragen zu stellen.

Karin Sager für die ADFC Ortsgruppe Hanstedt-Salzhausen im Februar 2017

eingestellt: 18.02.2017 Webredakteur Hanstedt

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