Ist Winsen noch auf dem richtigen (Rad-) weg
Als im vergangenen Jahr die Stadt Winsen einen Arbeitskreis einsetzte, um Maßnahmen für eine Verbesserung der Radverkehrsstruktur zur erarbeiten, hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Kreisverband Harburg dies ausdrücklich begrüßt. Insbesondere die Ortsgruppe Winsen hat sich aktiv bei den Sitzungen des Arbeitskreises eingebracht. Der Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil städtischer Mobilität. Zur Förderung des Radverkehrs in den Städten bedarf es eines gut ausgebauten und sicheren Infrastrukturangebotes. Dazu werden in vermehrtem Maß auch Schutzstreifen eingesetzt.
Ein externes Planungsbüro hat darauf hin ein Konzept mit Maßnahmenvorschlägen erarbeitet, welches im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde. Auch dieses Konzept fand ungeteilte Zustimmung durch den ADFC. Die Stadt Winsen war also auf einem guten Weg zur Förderung des Radverkehres.
Doch nach der Sommerpause scheint es, als könnte dieser Weg wieder verlassen werden. In diversen Zeitungsartikeln und Webauftritten werden Einzelmaßnahmen aus dem Gesamtvorschlagspaket kritisiert, und zusätzlich Teile des Gesamtkonzepts in Frage gestellt.
Dabei werden zum Teil unrichtige Informationen und Argumente verbreitet, die einer sachlichen Nachprüfung nicht standhalten. So ist etwa durch Forschungsarbeiten des Bundesamtes für Straßenwesen (BASt) belegt, dass innerorts Radwege an Straßen keinesfalls sicherer sind als Radfahrstreifen oder Schutzstreifen, sondern das Gegenteil der Fall ist. Weiterhin ist das Unfallrisiko auf Zweirichtungsradwegen um mehr als das 10fache höher als auf rechts geführten Wegen.
Der ADFC Kreisverband Harburg fordert die Fraktionen im Stadtrat auf, der Förderung des Radverkehrs auf der Basis bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse im Grundsatz zuzustimmen. Für sachliche Informationen und Beratung steht der ADFC weiterhin gerne zur Verfügung.
Passend zum Thema ---> hier
|