|
Geschrieben von: Volker Bandke
|
|
Wozu soll ein Außen-Airbag gut? Er soll in erster Linie der Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern dienen und nicht dazu, die putziger aussehen zu lassen. In Kombination mit einem Sensorsystem, das einen unvermeidbaren Zusammenstoß erkennen kann, können in Zukunft viele Verkehrsunfälle glimpflicher ausgehen.
Mit einem neu entwickelten Außenairbag könnte die Automobilindustrie die Zahl der getöteten Radfahrer in Europa deutlich verringern. Derzeit entwickelt ein internationales Konsortium ein Luftkissen, das sich beim Frontalcrash auf Höhe der Windschutzscheibe explosionsartig aufbläst — wie die bekannten Airbags im Innenraum. Radfahrer und Fußgänger prallen so bei einem Unfall mit deutlich weniger Wucht auf die Windschutzscheibe. Ohne diesen Schutz fügt der starre Rahmen der Frontscheibe ihnen bei einem Zusammenstoß schwerste Verletzungen zu.
Dieser Airbag ist in Deutschland bereits mit positivem Ergebnis für den Schutz von Fußgängern untersucht worden. Das niederländische Forschungsinstitut TNO erwartet die Marktreife des Außenairbags bis 2015 und erprobt die auslösenden Sensoren zurzeit in Feldversuchen im realen Stadtverkehr.
Der ADFC hält diese Schutzmaßnahmen für Erfolg versprechend und verlangt, dass sie als Sicherheitsausstattung von Kraftfahrzeugen verbindlich eingeführt werden.
|
|
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 22. September 2011 um 20:57 Uhr |