Dunkelheit = Beleuchtungszeit

Sie ist wieder da: die dunkle Jahreszeit. 

Neben dem Gefahrenpunkt "Blätterschichten auf Radwegen" ist es jetzt genauso wichtig zu sehen und gesehen zu werdenGute Beleuchtung am Rad ist nicht nur Pflicht sondern lebenswichtig.

Aber was ist erlaubt? Woran muss man denken? Öffnet externen Link in neuem FensterHier eine Übersicht dazu.

Beachten Sie bitte auch unsere Seite "Öffnet internen Link im aktuellen FensterKV StVO für Radfahrende"

Quelle: adfc.de
erstellt: Webmaster, 17.10.2017

Die StVO gilt auch in Seevetal! (Leserbrief)

Leserbrief zum Artikel im Winsener Anzeiger vom 15.11.2017.

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier den WA Bereicht auf Ihren PC.

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier die komplette PDF-Datei auf Ihren PC. 

erstellt: Webmaster, 17.11.2017

Wahre Worte: „Wir haben zu viele Autos“ (Leserbrief)

Wir können Peter Eckhoff nur zustimmen. Es wird jeden Tag deutlicher, dass wir eine Verkehrswende dringend benötigen. Die Nachrichten sind voll von Berichten über Luftverschmutzung, Lärmbelastung, langen Staus, schweren Unfällen usw. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert die Politik auf, viel mehr Energie und Geld zur Verbesserung umweltfreundlicher und sicherer Mobilität einzusetzen.

Angebote von Infrastruktur fördern die Nutzung. Seit sehr vielen Jahren hat man unsere Städte ausschließlich für Autos gebaut. Bis zu 95% des Verkehrsraums wurden für den Autoverkehr zur Verfügung gestellt. Diese Infrastruktur hat uns heute in den Verkehrskollaps getrieben und die Städte zu Orten mit fahrenden und stehenden Blechlawinen gemacht. Lebensraum und vor allem Lebensqualität wurden dem Verkehrswahn geopfert.

Allein im Wochenblatt vom 15. November finden sich Berichte wie auf Seite 11: „Probleme mit den Pendlern“, Seite 17: „Anwohner befürchten mehr Verkehr“, Seite 20: Info-Treffen zur Verkehrsbelastung in Moisburg und zur Krönung noch ein Leserbrief der Jungen Union Buchholz, der noch immer nach neuen Straßen ruft. Nach Umfragen des Bundesumweltministeriums, veröffentlicht im April 2017, wollen junge Menschen in Zukunft überwiegend alle Ziele komfortabel, aber ohne eigenes Auto erreichen können.

Man schlägt heute keine Zeitung mehr auf, ohne zu lesen, was diese Automassen anrichten. Ortszentren müssen wieder autofrei werden. Innerörtlich muss der motorisierte Individualverkehr unattraktiv und teuer werden. Was machen Pendler, wenn ab 2018 Dieselfahrverbote kommen und Gerichte entscheiden, wer noch wo fahren darf? Welche Städter wollen noch Autos von Einpendlern viele Stunden am Tag im eigenen Lebensraum stehen haben?

Buchholz wäre gut beraten, den innerörtlichen Verkehr neu zu regeln. Es reicht nicht, den Autos allen Platz zu lassen und für Radfahrer und Fußgänger Notlösungen anzubieten. Fahrradfreundliche Infrastruktur, genügend Raum für Fußgänger, Ausbau des ÖPNV und Temporeduzierung wären wegweisend. Dann kommen die Nutzer der neuen Mobilität von ganz allein.

Karin Sager, ADFC Kreisverband Harburg e.V. im November 2017

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier die komplette PDF-Datei auf Ihren PC. 

erstellt: Webmaster, 16.11.2017

Deutsche wollen Tempolimit und Fahrradwege

Öffnet externen Link in neuem FensterDeutsche wollen Tempolimit und Fahrradwege

Angesichts von Dieselskandal und Klimaschutz-Debatte bezweifelt nur noch ein kleiner Teil der Deutschen die Notwendigkeit einer Verkehrswende. Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage der KfW Research zeigt sich der überwiegende Teil der Deutschen (81 Prozent) zwischen 18 und 64 Jahren offen für neue Verkehrskonzepte zugunsten des Klimaschutzes. Unter anderem sprachen sich 60 Prozent der Bevölkerung für ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen aus. Gegenüber der E-Mobilität herrscht hingegen noch große Skepsis.

Mit 36 Prozent gab mehr als jeder dritte Befragte an, bereits sein Mobilitätsverhalten verändert zu haben und häufiger Bus, Bahn oder Fahrrad zu nutzen. 71 Prozent signalisierten, ihr Verhalten in Zukunft ändern zu wollen. Dabei sehen 77 Prozent die Politik und 89 Prozent die Autoindustrie in der Pflicht, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Als Maßnahmen befürworten 91 Prozent den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und 86 Prozent beziehungsweise 85 Prozent ein besseres Fuß- und Radwegenetz. Die Einführung einer generellen Pkw-Maut oder City-Maut lehnen hingegen zwei Drittel der Befragten ab.

Bei der Frage nach einem Tempolimit waren nur 50 Prozent der Männer gegen die freie Fahrt auf Autobahnen, bei Frauen 70 Prozent. Die geringste Zustimmungsrate für Tempolimits (35 Prozent) gibt es bei jungen Männern unter 30. Dass die E-Mobilität in den kommenden 20 Jahren eine dominante Rolle spielen könnte, glaubt nur die Hälfte der Befragten. Immerhin 40 Prozent gaben an, über den Kauf eines Elektroautos nachzudenken.

Quelle: abendblatt.de
erstellt: Webmaster, 15.11.2017

Pressemitteilung des ADFC Bundesverbandes

ADFC-Bundeshauptversammlung in Berlin

„Liebe Jamaika-Sondierer: Deutschland braucht die Verkehrswende – nicht nur andere Autos!“

Berlin, 13. November 2017

Die 140 Delegierten der Bundeshauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs machten am Wochenende ihrem Ärger über die Jamaika-Sondierungsgespräche Luft. Die bislang bekannten Sondierungsergebnisse machten deutlich, dass die Verhandlungspartner die Notwendigkeit einer echten Verkehrswende nicht sehen wollten. Der ADFC fordert eine klare Abkehr von der autozentrierten Verkehrspolitik und die kräftige Förderung von Fahrrad, Fußverkehr und ÖPNV.  

ADFC-Verkehrsvorstand Ludger Koopmann fasst die Stimmung so zusammen: „Die Sondierungspartner wirken beim Thema Verkehr wie ferngesteuert von Autoindustrie und Gewerkschaften. E-Autos sollen das Klima und die Städte retten, aber das werden sie nicht, wenn immer mehr Wege im Auto zurückgelegt werden. Das Leben in den Städten wird jetzt schon erdrückt vom Autoverkehr. Zukunftsstädte brauchen attraktive Alternativen, die Menschen motivieren, möglichst oft auf das Rad, die Bahn oder die eigenen Füße umzusteigen. Diese Weitsicht lassen bisher alle potenziellen Regierungsparteien vermissen!“  

Konkret fordert der ADFC von der nächsten Bundesregierung:

  • Die Bundesmittel für den Ausbau der Radinfrastruktur auf mindestens 800 Millionen Euro p.a. anzuheben (bisher: 130 Millionen Euro)
  • Radschnellwege umfassend zu fördern und ihnen in Ballungsräumen Vorrang vor dem Autobahnausbau zu geben
  • Zweckgebundene Finanzmittel für Kommunen zum Ausbau des Radverkehrs zur Verfügung zu stellen
  • „Vision Zero“ (null Tote im Straßenverkehr) als oberstes Ziel in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen und
  • Das Pariser Klimaschutzabkommen auch im Verkehrsbereich ohne Wenn und Aber umzusetzen. 

Berliner Mobilitätsgesetz bringt Aufbruchsstimmung für ganz Deutschland

Das vom Berliner Senat mit ADFC Berlin und der Initiative Volksentscheid Fahrrad ausgearbeitete Mobilitätsgesetz kann nach Auffassung der ADFC-Delegierten wichtige Impulse für ganz Deutschland geben. Deshalb unterstützten die Regionalvertreter einstimmig das Ziel des ADFC Berlin, das Mobilitätsgesetz ohne weitere Verzögerungen auf den Weg zu bringen. Es sieht unter anderem vor, dass alle Hauptstraßen mit breiten Radverkehrsanlagen ausgestattet werden müssen. Diese müssen so gestaltet werden, dass das Halten und Parken darauf unterbleibt. Konkret bedeutet dies eine physische Trennung der Radspur von der Kfz-Spur.

Mit „Protected Bikelanes“ Vorbildstadt für guten Radverkehr werden

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther sagte beim Besuch der ADFC-Bundeshauptversammlung: „Mehr und bessere Radwege sind Voraussetzung dafür, dass die Verkehrswende gelingt. Wir wollen, dass Berlin Vorbildstadt für guten Radverkehr wird.“ Als neue Infrastrukturlösung hatte der ADFC dem Senat das Modell der „Protected Bikelanes“ vorgeschlagen. Bei dieser in den USA erprobten Lösung wird eine Fahrradspur mit Pollern, Betonelementen oder Blumenkübeln von der Fahrbahn abgetrennt – und mit auffälligem Grün hervorgehoben. Solche geschützten Radfahrstreifen sollen nun erstmals in Berlin errichtet werden. ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg überreichte Senatorin Günther dafür symbolisch einen ersten Poller.

Pressemitteilung des ADFC Bundesverbandes

Weltklimagipfel

Verkehr: 11 Prozent CO2-Einsparung durch Radverkehr möglich  

Berlin, 2. November 2017
023/17 

Durch mehr Radverkehr kann Deutschland jährlich mindestens drei Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingesparen. Das zeigt eine Studie des Umweltbundesamtes, auf die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club im Vorfeld des Weltklimagipfels hinweist. Durch die Dominanz der Autoindustrie in der verkehrspolitischen Debatte werden die Potentiale des Radverkehrs bei der Erreichung der Klimaziele bisher sträflich vernachlässigt, so der ADFC. Das Thema Radverkehr müsse als Treiber der Verkehrswende mit in die Koalitionsverhandlungen, fordert der Fahrrad-Club. 

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Deutschland hat verlernt, Mobilität ohne Motor zu denken. Der beste alternative Antrieb sind aber die eigenen Beine! Wenn man für das Radfahren komfortable Infrastruktur-Angebote macht, kann man bis zu 11 Prozent der CO2-Emissionen des Personenverkehrs einsparen. Allein Kopenhagen vermeidet 90.000 Tonnen CO2 pro Jahr durch seine top-ausgebaute Radinfrastruktur! Ganz ohne Askese und Umerziehungsprogramme für die Bürger!“     

55 Milliarden Autokilometer p.a. durch Rad ersetzbar

Aktuell hat das Fahrrad in Deutschland einen Anteil von rund 11 Prozent am Gesamtverkehr. Eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt, dass eine Erhöhung des Radverkehrsanteils auf 21 Prozent bis zu 39 Millionen Autokilometer pro Tag ersetzen würde – das sind pro Jahr über 14 Milliarden Kilometer. Die CO2-Emissionen ließen sich so um 3 Millionen Tonnen p.a. reduzieren. Dieses Ziel ist nicht illusorisch: Die Niederlande haben bereits jetzt durch die konsequente Förderung des Radverkehrs einen Rad-Anteil von 27 Prozent am Gesamtverkehr. Wenn alle Potenziale des Rades ausgeschöpft würden,  könnte das Fahrrad in Deutschland fast jeden dritten mit dem Auto gefahrenen Weg ersetzen, besagt die Studie. Das entspricht bis zu 11 Prozent weniger CO2-Ausstoß durch 55 Milliarden eingesparte Autokilometer im Jahr. Stork: „Das Fahrrad kann einen erheblichen Beitrag zur CO2-Reduzierung im Verkehrssektor leisten! Man muss es nur wollen!“ 

Voraussetzung: Umbau der Städte

Die auto-optimierte Anlage der meisten deutschen Städte und Regionen verhindert allerdings eine dynamische Steigerung des Radverkehrsanteils. Stork: Radfahren im Alltag ist in Deutschland fast immer die unkomfortablere Alternative. Radwege sind entweder nicht vorhanden oder holprig und schmal, wechseln vom Bordstein auf die Fahrbahn, enden unvermittelt, werden zugeparkt oder durch Baustellen, Poller und Werbeschilder zum Slalomparcours degradiert. Grund ist, dass der Platz für den Autoverkehr mit Klauen und Zähnen verteidigt wird. Aber so kommt man mit der Verkehrswende nicht voran. Verkehrsplanung der Zukunft priorisiert Rad, Fuß und ÖPNV, reduziert Kfz-Verkehrsflächen, legt durchgängige Netze aus breiten, komfortablen Radwegen an – und setzt alles daran, den Bürgern die Alternativen zum Auto so schmackhaft wie möglich zu machen. Dass wir außerdem weniger und zugleich effizientere und emissionsärmere Autos brauchen, steht außer Frage."

4.11.2017: Fahrrad-Konvoi zum Weltklimagipfel

ADFC, Greenpeace und weitere Organisationen laden am 4. November zu einer Fahrrad-Demo für die Verkehrswende ein. Geplant ist, mit Hunderten Zweirad-Enthusiasten über die Autobahn A555 von Köln nach Bonn zu einer Kundgebung zum Weltklimagipfel zu radeln. Weitere Informationen auf adfc.de. Die bundespolitischen Forderungen des ADFC zur Verkehrswende gibt es auf der Kampagnenseite www.radlandjetzt.de.

erstellt: Webmaster, 02.11.2017

ADFC-TourGuide-Seminar im KV Harburg

Am Wochenende 20.-22.10.2017 trafen sich sieben Teilnehmer aus dem Kreisverband Harburg sowie ein Teilnehmer aus dem Landesverband Hamburg zum TourGuide-Seminar im ADFC-Infoladen in Brackel.

Ein umfangreiches Ausbildungsprogramm galt es zu bewältigen. Unter Leitung von Rüdiger Henze (Referent für die Radtourenleiterausbildung im Landesverband Niedersachsen) wurde in Theorie und Praxis gelernt.

Am ersten Tag lernten die Teilnehmer alles wichtige zur Planung von Radtouren. Hier stand eine größere Gruppenarbeit im Vordergrund. 

Am zweiten Tag wurden die Bereiche Kommunikation auf Radtouren, Konfliktmanagement und die Durchführung von Radtouren behandelt. Ergänzt wurde der Tag durch eine Radtour. Hier musste jeder Teilnehmer die Rolle des Tourenleiters ausüben. 

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Recht und Gesetz. Neben Verkehrsgesetzen wurden die Themen Haftung und Absicherung eines Tourenleiters ausgiebig behandelt.

Aller Mühen Lohn waren dann die Seminarbescheinigungen die jeder Teilnehmer erhalten hat. 

Wir gratulieren unseren neuen Radtourenleitern (TourGuides) 

Birte Seier (OG Hanstedt/Salzhausen)
Gerhard Hahn (OG Hanstedt/Salzhausen)
Hasso-Ernst Neven (OG Hanstedt/Salzhausen)
Elke Hamann (OG Hanstedt/Salzhausen)
Dieter Hamann (OG Hanstedt/Salzhausen)
Thomas Ott (OG Seevetal)
Joachim Franke (OG Neu Wulmstorf)
Jochen Vogel (Landesverband Hamburg)

und wünschen unfallfreie Touren mit vielen zufriedenen Teilnehmern.

erstellt: Webmaster, 24.10.2017
Bildvergrößerung:  in Bild klicken  - Blättern über Pfeile  - Schließen: Close

Vorstellung der Gruppenarbeit (Foto: Rüdiger Henze)

aufmerksame Seminarteilnehmer (Foto: Rüdiger Henze)

praktische Radtour (Foto: Rüdiger Henze)

praktische Radtour (Foto: Rüdiger Henze)

praktische Radtour (Foto: Rüdiger Henze)

praktische Radtour (Foto: Rüdiger Henze)

Bericht Abendblatt: "Mehr Schub für den Radverkehr"

Von Rolf Zamponi (Hamburger Abendblatt)

Für die Radwege im Landkreis Harburg liegt jetzt ein Konzept vor, mit dem die Strecken in den nächsten Jahren deutlich aufgewertet werden sollen. Kreis-Bauausschuss stellt eine Million Euro für besseres Netz bereit. Neue Trasse soll auf ehemalige Bahnlinie.

Das Radfahren soll im Landkreis Harburg in den kommenden Jahren deutlich attraktiver werden. Dazu hat der Bau- und Planungsausschuss am Mittwochabend nicht nur das vom Büro shp-ingenieure erstellte Radwegekonzept zur Kenntnis genommen, sondern gleich auch weitergehende Entscheidungen getroffen. Dabei geht es um eine Machbarkeitsanalyse für einen Radweg auf der alten Bahntrasse zwischen Buchholz und Lüneburg und eine Initiative für einen weiteren Radschnellweg von Tostedt über Buchholz bis Hamburg. Diese Strecke hat die Metropolregion derzeit zurückgestellt.

Für Maßnahmen aus dem Konzept sollen für die Jahre 2018 und 2019 als Einstieg jeweils 500.000 Euro bereit gestellt werden. "Wir alle wollen, dass schnell etwas passiert", sagte Wilfried Geiger, der dazu für die CDU und die Wählergemeinschaft einen Antrag eingebracht hatte (Abendblatt berichtete). Norbert Stein (SPD) konnten sich sogar die doppelte Summe vorstellen.

Doch für den Radwegeausbau reicht es allein nicht aus, Geld bereit zu stellen. "Wir können über Summen erst seriös sprechen, wenn wir in den Planungsprozess eingestiegen sind und wir wissen, welche Ressourcen wir brauchen", sagte Kreisrätin Monika Scherf. Ihre Mannschaft sei mit den laufenden Aufgaben ausgelastet. Möglich wäre es, finanzielle Mittel später in einem Nachtragshaushalt 2018 bereit zu stellen. "Ohne Geld geht es aber nicht", entgegnete Geiger.

Schließlich wurde der von ihm avisierte Zeitraum von fünf auf zwei Jahre mit je 500.000 Euro verkürzt. Der Beschluss fiel bei zwei Enthaltungen von Grünen und Linken, die sich wegen der Planungsproblematik allenfalls für ein Jahr festlegen wollten.

Zeitlich sehr eng dürfte es nach Auffassung von Scherf und Stabsstellenleiter Alexander Stark auch bei der Beurteilung der Bahnstrecke werden. "Wir wollen, dass sich der Landkreis für die Strecke Marxen – Lüneburg dem Kreis Lüneburg anschließt", sagte Karina Kressel (Grüne). Die Lüneburger hätten für die Wandlung in einen Radweg eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Erste Ergebnisse erwartet Kressel zur nächsten Ausschusssitzung am 13. November. "Bis dahin können wir allenfalls eine erste grobe Einschätzung der Möglichkeiten geben", so Scherf. Alle Belange des Naturschutzes, Eigentumsverhältnisse und Kosten abzuschätzen, sei eher "ein Programm für eineinhalb Jahre."

Beim Radschnellweg soll nun Landrat Rainer Rempe seinen Einfluss auf die Metropolregion nutzen, damit ein drittes Projekt im Süden in die Machbarkeitsstudien aufgenommen wird. "Ein wünschenwertes Ziel", sagte Stark. Immerhin bestehe hier die Möglichkeit, in den kommenden zwei Jahre weiter eine 80 prozentige Förderung zu erhalten. "Bei dem Thema kommt es auch darauf an, welche Ressourcen Hamburg bereitstellt, weil die Strecken dorthin angeschlossen werden müssen", sagt der Stabsstellenleiter.

Nach dem Radwegeverkehrskonzept sind derzeit 28 Kilometer Radwege, davon 19 Kilometer auf Kreisstraßen in einem schlechten Zustand. Dazu kommen aber auch Mängel an Straßen, die als mittelmäßig eingestuft werden. Netzlücken gibt es auf neun Kilometern, von denen aber nur vier Kilometer zum Alltagsradnetz und nicht zu den touristisch genutzten Wegen zählen. Auf 29 Kilometer an Kreisstraßen sind Radwege zu schmal.

An 43 Stellen sollten Querungshilfen neu angelegt werden", sagte Peter Bischoff, Projektleiter bei shp-Ingenieure, der das Konzept im Ausschuss vorstellte. Dies ist deshalb notwendig, weil Radwege außerhalb von Orten nur auf einer Seite existieren und die Nutzer in den Ortschaften oftmals auf die andere Straßenseite wechseln müssen. "Bei einer Querung kann man in der Mitte Halt machen und die Autofahrer nehmen ihren Fuß vom Gas", erklärte Bischoff. Zum Abstellen von Fahrrädern hält der promovierte Ingenieur 4500 neue Haltebügel für notwendig.

Zur Finanzierung schlägt Bischoff eine Summe von 1,5 Millionen Euro vor. Das entspricht sechs Euro pro Einwohner des Landkreises. Flankierend zu den Projekten müsse es aber auch eine entsprechenden Personal-Stellenschlüssel geben, heißt es in dem Konzept. Für die Umsetzung geht der Projektleiter von mindestens zehn Jahren aus: "Die Folge wird ein zunehmender Radverkehr im Alltag, in der Freizeit sowie von Touristen sein und es wird positive Auswirkungen auf die Umwelt und den Verkehr geben."

Offen ist jedoch, ob die nur grob für den Streckenausbau geschätzten Kosten ausreichen werden. "Die Schätzung ist mit Vorsicht zu genießen. Werden Wege verbreitert, führt das oft sogar zum Neubau. Wir müssen Grundstücke erwerben und dann gibt es immer wieder nicht absehbare Unwägbarkeiten", sagte der für den Radverkehr beim Kreis zuständige Ingenieur Stephan Zins. "Die Erfahrung zeigt so", sagte Uwe Karsten, der Leiter des Betriebs Kreisstraßen, "dass die Kosten schnell explodieren können."

Bevölkerung ist um 10.000 gestiegen

Die Kreisverwaltung soll prüfen, wie sich die Bevölkerung im Kreis Harburg zuletzt entwickelt hat. Das hat der Bau- und Planungsausschuss des Kreises am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Mit Blick auf die Verkehrsverhältnisse und den zusätzlichen Bedarf an Schulen und Kindergärten scheine es, dass es seit 2008 "nicht ein moderates sondern eher ein dynamisches Wachstum gegeben" habe, begründeten CDU und Wählergemeinschaft ihren Antrag. Zuletzt hatte das Forschungs- und Beratungsinstitut Empirica 2011 die Bevölkerungsentwicklung auf der Basis von 2008 bis 2040 prognostiziert. Seit 2011 ist die Zahl der Einwohner von rund 240.000 auf 249.687 (zum 30. Juni 2016) gestiegen. Die Auswertung soll bei Beschlüssen zur Infrastruktur helfen.

Quelle: abendblatt.de
erstellt: Webmaster, 20.10.2017

Nach oben

© 2017 ADFC Kreis Harburg






    Neues aus dem KV


  • Wichtiges aus der StVO
    finden Sie auf der Seite "StVO für Radfahrende"
  • Neue Seite
    Projekt "Buchholzer Bahn"
  • Aktuelles und interessantes finden
    Sie auf der Seite "Presseberichte"


  • 17.11.2017
    Leserbrief ADFC Kreisverband - "Die StVO gilt auch in Seevetal!"

  • 16.11.2017
    Leserbrief ADFC Kreisverband - Wahre Worte: „Wir haben zu viele Autos“

  • 13.11.2017
    Pressemitteilung ADFC Bundesverband - „Liebe Jamaika-Sondierer: Deutschland braucht die Verkehrswende – nicht nur andere Autos!“

  • 02.11.2017
    Pressemitteilung ADFC Bundesverband - Verkehr: 11 Prozent CO2-Einsparung durch Radverkehr möglich