Pressemitteilung Bundesverband: 40 Jahre ADFC Kein Grund zum Feiern?

Berlin, 16. April 2019
015/19

Am 18. April wird der ADFC 40. Doch anders als andere Jubilare gibt der heute größte Fahrradclub der Welt keine Party, sondern startet eine bundesweite Mitmach-Kampagne unter dem Motto #MehrPlatzFürsRad. Denn: Die Bedingungen für den Radverkehr in Deutschland sind unbefriedigend. Es fehlt der politische Mut, dem Radverkehr genügend Platz einzuräumen. 

1979 – Gründung und schnelles Wachstum
Am 18. April 1979 gründet Verkehrsberater Jan Tebbe mit 17 Mitstreitern an seinem Wohnzimmertisch in Bremen den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, kurz ADFC, als fahrradpolitisches Gegengewicht zu den starken Interessensverbänden des Automobils. Am 26. Oktober wird der ADFC-Bundesverband ins Vereinsregister Bremen eingetragen. Schnell gründen sich weitere Ortsgruppen in Dortmund und Erlangen. Nach nur einem Jahr hat der ADFC über 3.000 Mitglieder, heute sind es mehr als 175.000. Damit ist der ADFC die größte Interessensvertretung für das Alltagsradfahren weltweit – und wächst, entgegen dem allgemeinen Trend, kontinuierlich weiter.

1980 – Internationale Velo-city-Konferenz in Bremen
Der ADFC veranstaltet die erste Fahrradkonferenz Velo-city in Bremen mit 400 Teilnehmenden, um den internationalen Austausch zur Radverkehrsförderung anzukurbeln. Mittlerweile organisiert der vom ADFC mitgegründete Europäische Fahrrad-Verband (ECF) diese weltweit bedeutendste fahrradpolitische Konferenz, an der regelmäßig über 1.500 Menschen aus über 60 Nationen teilnehmen. 2019 richtet das irische Dublin die Velo-city-Konferenz aus.

1988 – Erster ADFC-Fahrradklima-Test
1988 organisiert der ADFC erstmals eine bundesweite Befragung der Radfahrerinnen und Radfahrer: den ADFC-Fahrradklima-Test. Mittlerweile wird der Test regelmäßig alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und hat sich als „Zufriedenheitsindex der Radfahrenden in Deutschland“ politisch und in den Medien einen bedeutenden Namen gemacht. An der aktuellen Befragung nahmen mehr als 170.000 Menschen teil. Die fahrradfreundlichsten Städte laut ADFC-Fahrradklima-Test 2018 wurden am 9. April 2019 von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ausgezeichnet.

1995 – Bett+Bike geht an den Start
Radurlaub wird von Jahr zu Jahr beliebter – und Radreisende wünschen sich Unterkünfte, die auf ihre Bedürfnisse eingestellt sich. Deshalb ruft der ADFC das Qualitätssiegel Bett+Bike für fahrradfreundliche Gastbetriebe vom Campingplatz bis zum Sternehotel ins Leben. Auf www.bettundbike.de finden sich heute über 5.800 ausgezeichnete Betreibe in Deutschland und den Nachbarländern. Das ganze Verzeichnis mit komfortablen Suchfunktionen gibt es auch in der Bett+Bike-App.

1997 – Die erste „Radwelt“ erscheint
Seit 1997 erhalten ADFC-Mitglieder das Magazin Radwelt als eigenständiges Heft. Sie erscheint alle zwei Monate und überschreitet 2018 die Marke von 100.000 Exemplaren. Damit ist die Radwelt das erfolgreichste Tourenradmagazin in Deutschland.

1997 – Fahrradfreundliche Novelle der StVO
Mit der „Fahrradnovelle“ der Straßenverkehrsordnung werden erstmals deutliche Verbesserungen für den Radverkehr verbindlich: Städte und Gemeinden können Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung öffnen, Fahrradstraßen einrichten und den Radverkehr auf Busspuren ermöglichen. Die Radwegebenutzungspflicht ist ab sofort an Qualitätskriterien gebunden.

1998 – ADFC-Radreiseanalyse auf der ITB
Trends und Zahlen zum Radtourismus in Deutschland präsentiert der ADFC seit 1998 jährlich auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin. Da die Bedeutung des Radurlaubs von Jahr zu Jahr wächst, nimmt auch die Beliebtheit dieses Trendbarometers immer weiter zu.

2002 – Erster Nationaler Radverkehrsplan
Auf Betreiben des ADFC verabschiedet die Bundesregierung im Jahr 2002 ein erstes fahrradpolitisches Programm, den Nationalen Radverkehrsplan 2002-2012. Ziele sind ein gutes und alltagstaugliches Radverkehrsnetz, die Steigerung des Radverkehrsanteils und mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende. Bei der 2019 anstehenden Fortschreibung des Plans will der ADFC auf eine konkrete Maßnahmenplanung und ambitionierte, messbare Ziele beim Modal Split hinwirken.

2004 – Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ mit der AOK
ADFC und die Krankenkasse AOK rufen erstmals bundesweit zur Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ auf. Dadurch werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer motiviert, in den Sommermonaten an mindestens 20 Tagen ihren Arbeitsweg per Rad zurück zu legen – und das Auto stehen zu lassen. Viele Beteiligte steigen nach dem Aktionszeitraum dauerhaft auf das Rad um.

2006 – Erste ADFC-Qualitätsradrouten
Der ADFC kann sich rühmen, ein Qualitätsmanagementsystem für den Radtourismus in Deutschland etabliert zu haben. Seit 2006 prüft er nach einem einheitlichen Kriterien Radfernwege auf Wegequalität, Ausschilderung und Verfügbarkeit von fahrradfreundlichen Unterkünften. 36 ADFC-Qualitätsradrouten mit bis zu fünf Sternen sowie fünf ADFC-RadReiseRegionen erfreuen sich großer Beliebtheit bei Radtouristen und Tagesausflüglern aus dem In- und Ausland. Mittlerweile gibt es das Klassifizierungssystem auch in Österreich.

2016 – ADFC-Pannenhilfe kommt
Seit knapp drei Jahren bietet der ADFC seinen Mitgliedern die erste mobile Pannenhilfe für Fahrräder und Pedelecs an. 2018 löste die ADFC-Pannenhilfe rund 750 Fälle. Viele Radurlaube und Fahrten zur Arbeit konnten dadurch gerettet werden.

2016 – Radschnellwege im Bundesverkehrswegeplan
Als großen bundespolitischen Erfolg kann der ADFC die Aufnahme von Radschnellwegen in den Bundesverkehrswegeplan verbuchen. Demnach wird der Bund sich in Zukunft stärker am Bau von Radschnellwegen beteiligen. Bisher lehnte der Bund seine Zuständigkeit für diese neue Form von Premium-Radinfrastruktur ab. Seit 2018 stehen im Etat des Bundesverkehrsministeriums auch Mittel für den Radschnellwegebau bereit.

2019 – Kein Grund zum Feiern, sondern zum Protest
Während sich die Probleme auf der Straße zuspitzen – Staurekorde, Feinstaubalarme, Fahrverbote, Stress – kommt die Verkehrspolitik mit dem Umsteuern zugunsten der umweltfreundlichen Mobilität nicht voran. Der Radverkehrsanteil stagniert, die Fahrradinfrastruktur ist katastrophal, in immer mehr Städten gründen sich mit Unterstützung des ADFC kämpferische Bürgerinitiativen, die sich die autofokussierte Verkehrspolitik nicht mehr gefallen lassen wollen. Der ADFC wird das Jubiläumsjahr deshalb nicht primär zum Feiern nutzen, sondern für eine weithin sichtbare politische Kampagne mit Aktionen im ganzen Bundesgebiet. Er fordert: #MehrPlatzFürsRad!

erstellt: Webmaster, 18.04.2019

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Pressemitteilung Kreisverband Harburg: "Ausbau Vierhöfen Straße"

Für den Kreisverband Harburg waren dabei:
Elke Hamann (2. v.l.) und Gerhard Hahn (3. v.l.)

Fahrradklima in Lüneburg - LZ vom 12.4.2019

Das Ergebnis dürfte die Verkehrsplaner nicht aus dem Sattel holen: Lüneburg ist zwar fahrradfreundlich, doch die Noten haben sich leicht verschlechtert. 777 Lüneburger hatten an der bundesweiten Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) teilgenommen. Unzufrieden sind sie vor allem mit der Breite der Radwege und den Pisten selbst, das Urteil: zu holprig und uneben.... 

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Quelle: Landeszeitung Lüneburg
erstellt: Webmaster, 12.04.2019

© Landeszeitung Lüneburg

Fahrradklima-Test: Hamburger geben ihrer Stadt mäßige Note

Radfahren in Hamburg scheint nicht so gut zu klappen. Laut der neuesten Umfrage des ADFC geben die Hamburger ihrer Stadt in dieser Hinsicht gerade einmal die Schulnote 4,2. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat das Ergebnis einer Umfrage gerade in seinem jährlichen Fahrradklima-Test ermittelt. Hamburg landet in dieser Umfrage auf einem abgeschlagenen Platz 25 der 39 deutschen Großstädte. Was die Hamburger an ihrer Fahrradstadt stört und was der ADFC zu diesem Ergebnis zu sagen hat, erfahren Sie im Beitrag.... Öffnet externen Link in neuem Fenster(mehr und Video)

> Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 

Quelle: sat1regional.de
erstellt: Webmaster, 11.04.2019

Pressemitteilung Kreisverband Harburg zum Fahrradklimatest

ADFC Klimatest – ein Ergebnis mit Frust

Nun ist es raus: Das Radfahrklima hat sich verschlechtert. In Niedersachsen rutschte die Durchschnittsnote mit der Umfrage 2018 von 3,7 auf 3,8 nach unten ab. Das ist nicht der Trend, der ein politisch gewolltes und beworbenes Fahrradland Nr. 1 erkennen lässt.

Wer das Radfahren vom Frust zur Lust bringen will, muss eindeutig mehr tun. Die Bevölkerung erwartet viel mehr Maßnahmen, Platz für das sichere Radfahren zu schaffen. Es muss mit mutigen Entscheidungen vorangebracht werden. Der Klimaschutz in bei allen angekommen und der Verkehrssektor ist noch immer der Teil, der sich nicht ändert.

Wir brauchen gute, breite Radwege, sichere Querungen und Ortsdurchfahrten, gute Wegweisung, durchgängige Netze, die intuitiv zu befahren sind. Pendler*innen müssen aus den Staus umsteigen und mit Direktverbindungen zwischen Orten, Siedlungsgebieten und Bahnhöfen gelockt werden. Dazu gehören selbstverständlich sichere Abstellanlagen mit ausreichendem Platz.

Gute Noten gab es in Niedersachsen für die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung. Mit 2,9 wurde das Fahrrad als Verkehrsmittel für alle Bevölkerungsschichten bewertet. Ganz schlechte Werte wurden vergeben für zugeparkte Radwege und die fehlende Breite der vorhandenen Wege. Der Stellenwert des Radfahrens und der mangelnde Komfort führten zu  Noten von 4,4 und 4,2. Hier ist mit vereinten Kräften anzupacken, denn die gleichen Kriterien wurden im vorhergehenden Klimatest bereits kritisiert.

Im Landkreis Harburg haben die Städte Buchholz und Winsen nicht genügend Teilnehmer*innen gefunden und sind gar nicht erst in die Wertung gekommen. Die Kategorie der Orte unter 20.000 Einwohner wurde landesweit entweder stagnierend oder mit Verschlechterung benotet. Kein gutes Bild für unsere Gemeinden. 

Der ADFC Kreisverband und die ADFC Ortsgruppen im Landkreis Harburg setzen auf unsere Politiker in den Räten und die Verkehrsbehörden, um weitere Verbesserungen und deutlich mehr Sicherheit zu gewinnen. Mehr Radverkehr wird es nur so geben können. Das kann helfen, den Klimaschutz zu unterstützen und unsere Gemeinden lebenswerter zu machen. 

Karin Sager, Vorsitzende ADFC Kreisverband Harburg e.V., April 2019

Fahrradklima-Test: Schlechte Stimmung auf Deutschlands Radwegen

Autofahrer sind ihre sichere Infrastruktur gewohnt, doch für Radfahrer gibt es die oft nicht. Ein ADFC-Test zeigt, dass sie sich heutzutage unsicherer fühlen als früher.

Die Mehrheit der Radfahrerinnen und Radfahrer fühlt sich auf deutschen Straßen unsicher und nicht ernst genommen. Und sie stellt Verkehrsplanern und Politikern in ihren Städten und Kommunen mit einer Schulnote von 4,2 ein schlechtes Zeugnis aus. Das geht aus dem aktuellen ADFC-Fahrradklima-Test hervor, den der Fahrradclub an diesem Dienstag gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium veröffentlicht hat. Das Ministerium finanziert den Test seit Jahren.... Öffnet externen Link in neuem Fenster(mehr)

Quelle: zeit.de
erstellt: Webmaster, 09.04.2019

E-Roller aus Hamburg

Die Elektromobilität soll zukünftig viele Umweltprobleme lösen. Der Hamburger Florian Walberg ist Pionier auf dem Weg zu einer anderen Art der Elektromobilität - er setzt auf E-Roller.... Öffnet externen Link in neuem Fenster(mehr)

Quelle: ndr.de
erstellt: Webmaster, 02.04.2019

Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2018 im Landkreis Harburg

Im Jahr 2018 erfasste die Polizei im Landkreis Harburg 6496 Verkehrsunfälle, das sind 43 Unfälle mehr als im Vorjahr. 15 Menschen wurden bei Unfällen getötet, einer weniger als im Vorjahr. Bei insgesamt 118 (Vorjahr: 135) Unfällen wurden Menschen schwer verletzt.... Öffnet externen Link in neuem Fenster(mehr)

Quelle: presseportal.de
erstellt: Webmaster, 26.03.2019

Fridays For Future: ADFC ruft Radfahrerinnen und Radfahrer zur Klima-Demo auf

Berlin, 13. März 2019
009/19

Der Fahrradclub ADFC ruft Radfahrerinnen und Radfahrer im ganzen Land dazu auf, sich an den Freitags-Demonstrationen für die Verkehrswende, für saubere Luft und besseres Klima zu beteiligen. An Bundeskanzlerin Angela Merkel richtet der ADFC zugleich den Appell, im für morgen geplanten Gespräch mit Bundesverkehrsminister Scheuer auf eine echte Verkehrswende und die Vermeidung überflüssiger Autofahrten zu pochen, anstatt sich in Technikträume zu versteigen.

ADFC-Bundesvorstand Rebecca Peters sagt: „Verkehrsminister Scheuer träumt von Stadt-Flugzeugen und ferngesteuertem Verkehr anstatt mal ernsthaft darüber nachzudenken, wie man 40 Millionen Autofahrten unter zwei Kilometer pro Tag vermeidet. Das ist doch Realitätsverweigerung! Der Minister muss jetzt sofort anfangen, die Menschen aus den Autos raus zu locken – und das geht nur mit kräftigen Investitionen in die aktive Mobilität und viel mehr Platz für Rad und Fuß!“

#CyclistsForFuture wollen #MehrPlatzFürsRad

Zur Unterstützung der Freitags-Demonstrationen für besseres Klima ruft der ADFC jetzt auch Radfahrerinnen und Radfahrer auf. In Hamburg und Nordrhein-Westfalen sind gemeinsame Aktionen von ADFC und Fridays for Future geplant. Weitere Städte und Regionen sollen folgen. Peters: „Wir unterstützen die Forderungen der Aktivisten nach einem Ausstiegsdatum für Verbrennermotoren sowie Tempolimits. Und wir setzen noch einen drauf: Für die dringend notwendige Verkehrswende brauchen wir viel mehr Platz für breite, hochwertige Radwege überall, sichere Kreuzungen und hervorragende Fahrradparkhäuser! Eine Verdreifachung des Radverkehrs und ein gewaltiger Beitrag für bessere Luft sind mit überschaubaren Mitteln möglich. Das muss das erste sein, was Minister Scheuer jetzt anpackt!“       

Hinweis für Redaktionen: Ein Porträt von ADFC-Bundesvorstand Rebecca Peters sowie Themenfotos „schlechte Radwege“ finden Sie in unserem Pressebereich. Das ADFC-Booklet „So geht Verkehrswende“ finden Sie in unserem Experten-Bereich.

erstellt: Webmaster, 13.03.2019

Fuss e.V.: Offener Brief an Bundesverkehrsminister Scheuer wegen Elektrokleinstfahrzeugen

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

die Unterzeichner dieses Öffnet externen Link in neuem FensterBriefs begrüßen Elektrokleinstfahrzeuge auf Fahrbahnen als umwelt- und flächenschonende Alternative zum konventionellen Kraftfahrzeug. Wir warnen jedoch dringend davor, durch die Elektrokleinstfahrzeugverordnung (eKFV) und die in Arbeit befindliche Ausnahmeverordnung zur eKFV einen Teil dieser Fahrzeuge auch für Gehwege zuzulassen. Lenkstangenlose Elektrokleinstfahrzeuge sollen nach unseren Informationen auf Gehwegen mit einer Geschwindigkeit bis zu 12 km/h zugelassen werden – das ist dreifache Fußgängergeschwindigkeit. Technisch können sie bis zu 35 km/h schnell sein; die Manipulation von Temposperren ist möglich.

Dies würde ausgerechnet den schutzbedürftigsten Verkehrsteilnehmern den letzten, heute zumindest rechtlich fast fahrzeugfreien Raum nehmen. Es würde Zufußgehenden ständige Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangen, die viele allein aufgrund ihres Alters und ihrer Sinneseinschränkungen nicht erbringen können. Es würde für Seniorinnen und Senioren die Gefahr eines Oberschenkelhalsbruchs deutlich verschärfen, dessen Folgen häufig zum Tod führen. Solche zusätzlichen, völlig unnötigen Gefahrenquellen widersprächen der von der Bundesregierung und vielen Landesregierungen angestrebten „Vision Zero“. Probleme hätten auch weitere große Bevölkerungsgruppen, etwa Kinder, Rekonvaleszente von Schlaganfällen, Menschen mit kognitiven Behinderungen und andere.Zum ersten Mal würden motorisierte Fahrzeuge den Gehweg nutzen dürfen. Es wäre, wie nach der Freigabe von Gehwegen für kinderbegleitende radfahrende Erwachsene, zu befürchten, dass diese Regelung auch von zahlreichen Unberechtigten missbraucht würde. Zwar ist von einem befristeten Versuch die Rede. Aber dieser ist nach den schlechten internationalen Erfahrungen unnötig und wir wehren uns entschieden dagegen, dass ausgerechnet die Schwächsten hier ungefragt als Versuchsobjekte missbraucht werden sollen.

Lenkstangenlose Elektrokleinstfahrzeuge gelten selbst innerhalb ihrer Anbieterschaft nicht als Verkehrsmittel, sondern als Spielzeuge. Der Gehweg ist kein Ort für schnelle, riskante Spiele. Wer z.B. Fußball spielen will, muss dafür geeignete Plätze aufsuchen. Auch elektrische Fahrspielzeuge wären auf dem Gehweg fehl am Platz. Wer sie nutzen will, sollte geeignete Orte aufsuchen, auf denen keine anderen gefährdet und belästigt werden. Wir bitten Sie darum, in der eKFV und (soweit zusätzlicher Regelungsbedarf besteht) in der Ausnahmeverordnung folgende Regelungen zu treffen:

1. Der Gehweg bleibt frei von Motorfahrzeugen – mit der schon heute bestehenden Ausnahme von Elektrorollstühlen und ähnlichen Fahrzeugen bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h. Dies gilt auch für Gehwege, die zum Radfahren freigegeben sind, sowie für gemeinsame Geh- und Radwege. Beide genügen schon heute häufig nicht dem Stand der Technik, der von der FGSV in der RASt, den EFA und den ERA definiert ist. Mit einer zusätzlichen Fahrzeugbelastung auf dem oft normwidrig schmalen Raum würde sich dieses Problem noch verschärfen. 

2. Elektrokleinstfahrzeuge dürfen nicht auf Gehwegen geparkt und abgestellt werden. Dies wäre eine zusätzliche Belastung für alle Gehenden; für Seniorinnen und Senioren sowie für blinde und sehbehinderte Menschen birgt es besonders starke Stolper- und Verletzungsgefahren. Nach allen Erfahrungen in anderen Ländern sind insbesondere Anbieter und Kunden von Leihfahrzeugen nicht in der Lage oder willens, hier für ungefährliche Zustände zu sorgen.Wir bitten um eine Anhörung oder einen Gesprächstermin, um unsere Bedenken und Anliegen näher zu erläutern. Mit der eKFV und der Ausnahmeverordnung steht eine Richtungsentscheidung zugunsten oder zulasten der schwächsten und verletzlichsten Verkehrsteilnehmer an. Gegenüber blinden und sehbehinderten Menschen, Seniorinnen und Senioren, Zufußgehenden und in der breiten Öffentlichkeit werden wir Ihre Politik daran messen, ob Sie dem Schutz aller Gehenden Vorrang geben oder den gefährlichen Spielwünschen einer Minderheit.

Mit freundlichen Grüßen

Sozialverband VdK Deutschland e.V.                       Verena Bentele, Präsidentin

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband    Klaus Hahn, Präsident

FUSS e.V. Fachverband für Fußverkehr                    Stefan Lieb, Geschäftsführer

LSBB Landesseniorenbeirat Berlin                           Eveline Lämmer, Vorsitzende

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Wenn eine Verwaltung uneinsichtig ist.....

kostet es Geld - des Steuerzahlers.....

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Quelle: Winsener Anzeiger
erstellt: Webmaster, 11.02.2019

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Warnwesten "1,5m Sicherheitsabstand zu Radfahrern"

Kraftfahrzeuge müssen mindestens 1,5m Abstand beim Vorbeifahren an Radfahrer*innen einhalten.

Nicht nur beim Überholen, sondern auch im Gegenverkehr. Entscheidend sind nicht die Mitte des Autos und die Mittelachse des Fahrrads, sondern der rechte Außenspiegel am Fahrzeug und das Ende des Lenkers am Fahrrad.

Auch auf Fahrbahnen mit Fahrrad-Schutzstreifen oder an Radwegen muss ein Sicherheitsabstand von 1,5m eingehalten werden.

Damit alle Verkehrsteilnehmer*innen immer wieder an den Sicherheitsabstand erinnert werden, kann man im ADFC Infoladen in Brackel oder bei den Ortsgruppen diese Westen erwerben.

Der Preis beträgt 5,00 Euro pro Stück, für ADFC Mitglieder 4,00 Euro. 

erstellt: Webmaster, 01.02.2019

Presseberichte zum Thema: "Radschnellwege in der Metropolregion"

Lesen Sie hier den Bericht der Leitet Herunterladen der Datei einLandeszeitung Lüneburg und Leitet Herunterladen der Datei einHamburger Abendblatt zum Thema "Radschnellwege (RSW) in der Metropolregion Hamburg".

Quellen: Lüneburger Zeitung und Hamburger Abendblatt
veröffentlicht: Webmaster, 31.01.2019

Bericht Landeszeitung Lüneburg

Bericht der Landeszeitung Lüneburg zur Veranstaltung des ADFC mit Prof. Dr. Monheim.

Leitet Herunterladen der Datei einLesen bzw. laden Sie hier die komplette PDF-Datei auf Ihren PC. 

erstellt: Webmaster, 28.01.2019

10,56 pro Kopf gibt Hamburg für den Radverkehr aus

Politische Radtour an Landesstraßen am 25.8.2018

Die Verkehrswende passiert auch im Landkreis Harburg, ob man will oder nicht – sollte man meinen. Auf die Infrastruktur für den Radverkehr im Landkreis Harburg trifft das allerdings noch lange nicht zu.... Leitet Herunterladen der Datei ein(mehr)

Öffnet externen Link in neuem FensterLesen Sie hier die offizielle Pressemitteilung von Detlev Schulz-Hendel.

erstellt: Webmaster, 01.09.2018

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Leserbrief zum Wochenblatt vom 22.8.2018 "Viele Radwege sind marode"

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