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Geschrieben von: Volker Bandke   

Zufällig kann man hier eigentlich nicht hergeraten

Boetersheim_EicheBötersheim ist ein Ort in der Samtgemeinde Tostedt. Er liegt an der Este zwischen Drestedt und Kakenstorf. Der Ort gehört zu den wenigen Dörfern im Landkreis Harburg, die keinen Durchgangsverkehr haben. Ein paar mehr oder weniger befestigte Feldwege führen zwar weiter nach Tostedt und Hollenstedt, aber im Prinzip liegt Bötersheim am Ende einer Sackgasse – für die Autofahrer, nicht jedoch für Radfahrer .

Wer jedoch auf der - erst 1968 asphaltierten - Straße von Drestedt oder Kakenstorf gezielt den Weg hierher sucht, der wird es nicht bereuen und dieses Kleinod an der Este bestimmt häufiger besuchen. Denn obwohl nur gut 100 Seelen hier zu Hause sind, zählt Bötersheim zu den geschichtsträchtigsten Dörfern unserer Region.

Liebhaber abgeschiedener Idyllen halten Bötersheim für den schönsten Flecken in der westlichen Nordheide. Der Star im Ort ist eine Eiche. Sie steht in der Ortsmitte am Ehrenmal, ist 1000 Jahre alt und der älteste Baum der Nordheide. Alte Eichen stehen auch am Dorfkrug und am Mühlenteich.

Der Ort selbst ist von seinem Gut geprägt, in dem mehr als 500 Jahre das Adelsgeschlecht von Weyhe lebte. Sehenswert sind die Wassermühle, das alte Backstein-Herrenhaus mit dem Adelswappen und das neue Gutshaus im Fachwerkstil.

Bötersheim zählt zu den geschichtsträchtigsten Dörfern der Region. Die beiden Mühlen, die ausgedehnten Gutsanlagen lassen auch heute noch die Bedeutung Bötersheims im Mittelalter erahnen, als das Gut noch eine eigene Rechtssprechung ausübte und sogar ein Galgen mahnend am Weg nach Dohren gestanden hat. Kurz vor dem Ortseingang liegt links im Wald einer der letzten privaten Friedhöfe im Landkreis. Dort wurden u.a. die Mitgliedern der Gutsfamilien von Weyhe und von Rogister bestattet.

Gleich hinter dem Ortsschild überquert man einen Nebenarm der Este und steht vor der Fachwerkfassade des Gutes Bötersheim. Schräg gegenüber steht das ehemalige Herrenhaus der von Weyhes. Heute befinden sich Mietwohnungen in dem Backsteingebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Ein Stückchen weiter folgt auf der rechten Seite die Wassermühle, die bereits 1386 urkundlich erwähnt wurde. Gegenüber der Mühlenteich, an dem früher das erste Gutshaus stand. Es wurde nach dem Neubau abgerissen. Früher soll sich am gleichen Ort auch der Gasthof befunden haben. Heute finden wir den Dorfkrug in der Dorfstraße. Seit dem Jahre 1600 steht er an dieser Stelle und wurde nur behutsam verändert. Bei der Inneneinrichtung finden sich einige mehrere 100 Jahre alte Gegenstände.

Wer sich hinter der Mühle rechts hält, betritt ebenfalls historischen Boden. Vom Brink - dort lebten und arbeiteten früher die Handwerker - stehen noch einige Gebäude.

Daneben, hinter dem Kriegerdenkmal und im Sommer versteckt durch dichtes Laub steht die 1000-jährige Eiche. Nach Expertenmeinung soll sie zwar nur 900 Jahre alt sein, aber das tut ihrer mystischen Wirkung keinen Abbruch. Angeblich soll ein Kobold im Stamm hausen. Dieser hat sich aber wohl von einem Blitzschlag vertreiben lassen, der in der 60er Jahren den Stamm aushöhlte.

Butterbarg_BrueggFür mich das besondere ist die Bötersheimer Quelle. Ganz idyllisch versteckt finden sie nur diejenigen, die sie bewusst suchen.

Auch für das leibliche Wohl ist gut gesorgt. Ob im Gasthaus „Alter Dorfkrug“ in Bötersheim oder im Gasthaus „Zum Estetal“, überall lädt die Speisekarte zu Ausflügen durch die heimische Küche ein.

Die Rudolf-Steiner-Schule, eine Waldorfschule, hat mittlerweile mehr als 500 SchülerInnen und einen Kindergarten. Der Einzugsbereich der Schule geht weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus.

 

Die Photos der Fahrt findet Ihr in der publish_f2 Bildergalerie

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07. 08. 2010 OG Seevetal 23 50 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2 apply_f2

Streckenverlauf


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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 08. August 2010 um 22:57 Uhr
 
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