... ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten auf der "Bazi-Tour" - Zur Erinnerung: Bazi - das ist das Bürgermeister Amtszimmer, wo, unter anderem, das goldene Buch der Stadt Hamburg aufbewahrt wird. Bevor wie diese
Der Hygieia-Brunnen
Kostbarkeiten sehen, fällt uns im Innenhof des Rathauses der imposante Brunnen mit der Figur der Hygieia auf. In der griechischen Mythologie ist sie die Tochter des Asklepios / Äskulap und symbolisiert die Gesundheit. Aus ihrem Namen leitet sich der Begriff Hygiene her. Der Drachen, auf den sie tritt, steht für die Choleraepidemie von 1892.
Für viele ist es eine Überraschung, dass das Rathaus ein "bewohntes Museum" ist. Außerdem sind hier sowohl die Regierung (Senat) als auch das Parlament (Bürgerschaft) in dem gleichen Gebäude untergebracht, eine Besonderheit, die es sonst nirgendwo in den deutschen Bundesländern gibt.
Das Hamburger Rathaus ist mit 647 Zimmern größer als der Buckinghampalast, aber natürlich werden davon nicht alle besichtigt. Es dauert mehr als eineinhalb Stunden, bis die einzelnen Stationen "abgearbeitet" sind - über das Bürgerschaftstreppenhaus zum Plenarsaal (9), weiter zum Bürgersaal (11) in den Kaisersaal (12), dann in den Turmsaal (13) mit seinen vergoldeten Aluminiumtüren und den Bürgermeistersaal (14). Dann folgt das Waisenzimmer (15), genannt nach den Waisen, die in fünfjähriger Arbeit die prachtvollen Intarsien- und Schnitzarbeiten erstellten. Weiter geht es zum Phönixsaal (16), in Erinnerung an den großen Brand, nach dem Hamburg, wie der Phönix aus der Asche, im neuen Glanz erstand. Durch das Konferenzzimmer (17) kamen wir endlich zum Bazi (18). Es heißt zwar Bürgermeisteramtszimmer, das eigentliche Amtszimmer des Bürgermeisters ist jedoch ein "normales" Büro an anderer Stelle im Rathaus.
Die Laube
Nun geht es über die Ratsstube (19) und den Silberschatz (20) in die so genannte Laube, ein kleiner, sehr schöner Raum hinter der Ratsstube für Gespräche in sehr kleinem Kreise (für mich persönlich der schönste Raum im Rathaus). Besonders auffallend ist dort die bunte Bleiverglasung sowie die Porzellankacheln an der Wand. Zum Abschluss kommt man im riesigen Festsaal an. Jeder der dort hängenden Kronleuchter wiegt 1,7 Tonnen!