Das erste Teilstück der Tour führt uns zum Falkenberg, von dem wir einen eine tolle Aussicht über das Urstromtal der Elbe haben.
Die Burg auf dem Falkenberg dürfte nicht als Fluchtburg in Kriegszeiten, sondern als Sitz eines adligen Herren zu deuten sein.
Aus erheblich jüngerer Zeit stammt ein Münzschatz in der Vorburg: Lederbeutel mit 16 Silbermünzen von 1632‑1637, der gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges vergraben wurde.
Die Sage weiß zu berichten, dass Gödeke Michel, der Kumpan Klaus Störtebeckers, hier gehaust und Hamburger Schiffe auf der Elbe überfallen haben soll. Seine Schätze lagen vom Teufel bewacht ‑ in »Göd sin Kuhl« auf der Burg vergraben. ‑ Eine wissenschaftliche Bestätigung liegt nicht vor.
Am Fuße des Berges sollte noch auf das KZ - Außenlager Neugraben hingewiesen werden.
Weiter geht es nach Moorburg zur „Moorburg“, die zum Wohnsitz der Hamburger Ratsherren bestimmt wurde um die Rechte der Hamburger zu überwachen.
Der kleine Hafen von Harburg liegt an der Südelbe und wird durch seine Größe zum nahe gelegenen Hamburger Hafen nicht so sehr beachtet. Was nicht immer der Fall war. Nahe gelegen stand die „Moorburg“ dem gleichnamigen Ortes. Hier wurden die so genannten Stapelrechte der Südelbe für Harburg durchgesetzt. Diese Burg ist im Laufe der Zeit verschwunden. Siehe auch hier ---> http://hamburg-moorburg.de/index.php?p=rudm
Nun geht es weiter zur „ Horeburg“, das Schloss von Harburg, was so viel wie Sumpfburg bedeutet. Stadtgeschichtlich betrachtet liegt ihr Anfang an der Bauhofstraße 8. Auch wenn man es angesichts des wenig schönen türkisfarbenen Mietshauses nicht glauben mag: In seinem Keller finden sich noch Kreuzgewölbe als Überreste der um 1137 erstmals erwähnten »Horeburg«, was soviel bedeutet wie »Sumpfburg«.
Im Jahre 1900 kaufte der Werftbesitzer Holtz die Gebäude, von denen heute nur noch der eigentliche Kernbau erhalten ist. Er wurde zu Wohnzwecken für Werftarbeiter umgebaut, wobei gut ein Meter der Außenmauern erst einmal abgeklopft werden musste.
Trotz seiner höchst bemerkenswerten und in Deutschland wohl einzigartigen Geschichte steht Hamburgs ältester erhaltener Profanbau bis heute nicht unter Denkmalschutz.
Weiter geht es nun in Richtung Wilhelmsburg zur „Wasserburg“ - ein altes Großköthnerhaus - welches im Naturschutzgebiet liegt. Leider darf das Gelände nicht betreten werden. Die Geschichte der Besiedlung der "Wasserburg" lässt sich lückenlos bis in das Jahr 1500 zurückverfolgen. 1963 erst gelangte sie in Hamburger Eigentum, nachdem das Haus als private Wohn- und Arbeitsstätte aufgeben wurde. Damals wäre die "Wasserburg" beinahe abgerissen worden, wurde aber durch das Engagement des Wilhelmsburger Arztes Dr. med. Oltmann und den Bemühungen des Vereins für Heimatkunde unter Denkmalschutz gestellt und weiter genutzt. Seit 1999 ist das Haus unbewohnt. Das letzte Außendeich-Bauernhaus, die Wasserburg, brannte im Jahr 2001 leider ab. 200 Jahre alt war das reetgedeckte, denkmalgeschützte "Großkötnerhaus" geworden. Der Naturschutzverband GÖP plante ein Elbauen-Informationszentrum daraus zu machen, doch die finanziellen Mittel reichten nicht aus. Das Gebäude wurde 2003 abgerissen.
Und nun zur letzten Burganlage auf userer Tour: die „Runneborg“: in Rönneburg am Burgberg.
Ursprünglich hieß der Stadtteil "Runneborg" und wurde erstmals im Jahre 1239 urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitete sich aus dem Bach Rönne ab, an dem der Stadtteil liegt und der sich im germanischen Sprachgebrauch aus dem Wort "Rinne" für Rinnsal oder kleiner Bach ableitete. An der Rönne lag früher die "Runneborg", von welcher aus die Elbmarsch überwacht wurde. Diese auf einem Burgberg gelegene rechteckige Wallanlage war das wichtigste Gebäude des Ortes. Bis heute sind Ruinen der "Runneborg" erhalten geblieben.