KURZ ist relativ, oder? Unsere Jakobswegtour hat 17 Tage gedauert, davon 5 mit dem PKW nach/von Spanien und 12 im SATTEL, insgesamt ca 5500 km im Auto, und ca 760km im SATTEL.
Unser Bruckmanns Radführer hat 168 Seiten, der uns sehr detailliert und hilfreich über die Strecke geholfen hat.
ERSTES Resümee vorweggenommen: die Herausforderungen haben wir gut gemeistert, mit normalen Trekkingrädern. Ca ¾ der Strecke konnten wir den „CAMINO“ original abradeln/schieben/klettern, ¼ sind wir die vorgeschlagenen Ausweichstrecken auf aspaltierten, überwiegend ruhigen Straßen gefahren. Wir sind glücklich, daß wir ihn auf Rädern gemacht haben, gleichzeitig bewundern wir die Fußpilger, die unermüdlich jeden Tag Schritt für Schritt dem Ziel entgegenstreben, mit ihren eigenen Gedanken, Erlebnissen, und last not least auch Strapazen.
Trotzdem war es ein „kleines“ Abenteuer mit gewissen Unbekannten: Wetter, Weg, Ausrüstung, und auch Kondition/Unfälle etc. Aber, wir haben das nötige Quentchen Glück gehabt: Wetter freundlich mit überwiegend Sonne, wenig Wind und wenn – dann aus der richtigen/schiebenden N/NW Richtung - was durchaus nicht der Normalfall ist für die exponierte nordspanische Atlantikküste/Hochebene. Die moderne Technik, GPS mit Koordinatenfunktion etc. hat uns auch gut geholfen.
Fotostrecke: ca 210 Fotos wurden“geschossen“, einige davon zeigen wir weiter unten.. Die restlichen sind demnächst als Fotogalerie verfügbar. WIr können sie auch im Rahmen eines kleinen Vortrages vorstellen.
Ein paar Daten noch zum Ablauf: 2 Tage Anreise per PKW nach Pamplona. 12 Etappen Pamplona bis Santiago de Compostela. 3 Tage Rückreise, über “das Ende der Welt” (Cap Finis-Terre) und die wunderschöne nordspanische Küste. Carla, Erwins Frau, war unser „Begleitengel“, der Quartiere organisierte, eine Panne mittels Ersatzteillieferung für uns behob, und mit ihr sind wir auch gemeinsam am 12. Tag zur Kathredrale nach Santiago gefahren, um dort „unseren Camino“ mit einer Messe und Besichtigungen zu krönen. Den Einzug „per velo“ haben wir am nächsten Morgen vollzogen. Genächtigt haben wir nicht in den Herbergen sondern vorwiegend in Hostales/Pensionen, die durchweg angenehm, sauber und auch preiswert waren.
FAZIT der Reise (um den Jargon von HP Kerkeling zu verwenden:) im Mai ist alles sooooo wunderschöööön grün, landschaftlich interessant; selbst unsere östereichischen Rad-Pilger-Freunde – die wir gleich am 1. Tag und dann immer wieder trafen - waren begeistert und fühlten sich fast wie zu Hause. Kulturell, bau-, kirchenbauhistorisch fast unfassbar, was überwiegend Menschenkraft früher geschaffen und bewirkt hat, von den religiösen Überzeugungen ganz zu schweigen.